Lagerverwaltung für wachsende Onlinehändler
Für Onlinehändler ist Wachstum grundsätzlich eine gute Nachricht: mehr Bestellungen, mehr Kunden und ein größeres Sortiment bedeuten steigende Umsätze. Gleichzeitig stellt das Wachstum die Lagerverwaltung vor neue Herausforderungen. Was bei wenigen Bestellungen noch problemlos mit Excel-Tabellen, Papierlisten oder manuellen Prozessen funktioniert, kann bei mehreren hundert oder tausend Bestellungen schnell an seine Grenzen kommen.
2026-08-11 09:42:54Eine professionelle Lagerverwaltung schafft die Grundlage dafür, dass Warenbestände, Lagerplätze und Bestellungen auch bei steigenden Mengen zuverlässig verwaltet werden. Eine moderne Lagersoftware hilft dabei, Lagerprozesse zu digitalisieren, Fehler zu reduzieren und jederzeit einen aktuellen Überblick über die Bestände zu behalten.
Wenn der Onlinehandel wächst, wächst auch die Komplexität im Lager
In der Anfangsphase eines Onlinehandels ist das Lager häufig überschaubar. Wenige Artikel werden auf festen Lagerplätzen gelagert und Bestellungen können schnell manuell zusammengestellt werden. Mit zunehmendem Erfolg verändert sich die Situation jedoch.
Das Sortiment wird größer, die Anzahl der Lagerplätze steigt und täglich müssen mehr Bestellungen bearbeitet werden. Gleichzeitig kommen neue Anforderungen hinzu, beispielsweise Retouren, unterschiedliche Verpackungseinheiten, mehrere Verkaufskanäle oder die Anbindung an einen Versanddienstleister.
Besonders problematisch wird es, wenn die Lagerverwaltung nicht mit dem Wachstum des Unternehmens Schritt hält. Bestände werden dann beispielsweise in Tabellen gepflegt, Wareneingänge manuell dokumentiert oder Mitarbeiter suchen Artikel anhand von Listen und Erfahrungswissen.
Typische Probleme in wachsenden Onlinehändler-Lagern
Mit steigenden Bestell- und Artikelmengen können verschiedene Probleme entstehen:
Falsche Bestandszahlen
Wenn Warenbewegungen nicht unmittelbar erfasst werden, stimmen die tatsächlichen Lagerbestände schnell nicht mehr mit den im Onlineshop angezeigten Beständen überein. Dadurch können Artikel verkauft werden, die physisch bereits ausverkauft sind.
Überverkäufe und Lieferprobleme
Ein besonders kritisches Problem für Onlinehändler sind Überverkäufe. Wird beispielsweise ein Artikel gleichzeitig über den eigenen Onlineshop und einen Marktplatz verkauft, kann es passieren, dass mehr Einheiten bestellt werden, als tatsächlich verfügbar sind.
Die Folge sind Nachlieferungen, Stornierungen und unzufriedene Kunden.
Lange Suchzeiten
Je größer das Lager wird, desto schwieriger wird es für Mitarbeiter, Artikel schnell zu finden. Fehlen eindeutige Lagerplatzinformationen, wird häufig gesucht oder bei Kollegen nachgefragt. Dadurch entstehen unnötige Laufwege und Zeitverluste.
Fehler bei der Kommissionierung
Werden Artikel anhand von Papierlisten oder schlecht strukturierten Aufträgen zusammengestellt, steigt mit der Anzahl der Bestellungen auch die Wahrscheinlichkeit von Fehlkommissionierungen. Ein falscher Artikel oder eine falsche Menge führt anschließend zu zusätzlichem Aufwand bei Versand, Retouren und Kundenservice.
Fehlende Transparenz
Ohne digitale Lagerverwaltung ist häufig nur schwer nachvollziehbar, wann ein Artikel eingelagert, umgelagert oder ausgelagert wurde. Auch die Frage, welcher Mitarbeiter welchen Prozess durchgeführt hat, lässt sich nachträglich nur schwer beantworten.
Inventuren werden aufwendig
Mit wachsendem Sortiment steigt auch der Aufwand für die Inventur. Werden Bestände manuell gezählt und anschließend in Tabellen übertragen, kostet dies viel Zeit und ist fehleranfällig.
Wie lassen sich die Probleme lösen?
Der wichtigste Schritt ist die Digitalisierung der Lagerprozesse. Statt Warenbewegungen auf Papier oder in unterschiedlichen Tabellen zu dokumentieren, sollten die relevanten Prozesse direkt bei ihrer Durchführung digital erfasst werden.
Dabei spielt die Barcodeerfassung eine wichtige Rolle. Artikel und Lagerplätze können mit Barcodes gekennzeichnet werden. Mitarbeiter scannen beispielsweise beim Wareneingang den Artikel und erfassen die eingegangene Menge. Bei der Einlagerung wird zusätzlich der Lagerplatz gescannt. So entsteht eine digitale Verbindung zwischen Artikel, Bestand und Lagerplatz.
Auch bei der Kommissionierung können Mitarbeiter mit mobilen Geräten arbeiten. Die Software zeigt an, welche Artikel für einen Auftrag benötigt werden und wo diese zu finden sind. Durch das Scannen des Artikels lässt sich unmittelbar prüfen, ob der richtige Artikel entnommen wurde.
Wie unterstützt eine Lagersoftware?
Eine moderne Lagersoftware bildet die wichtigsten Lagerprozesse digital ab und sorgt dafür, dass Bestandsänderungen unmittelbar dokumentiert werden.
Typische Funktionen sind:
- Digitale Wareneingangserfassung
- Einlagerung mit Lagerplatzzuordnung
- Kommissionierung
- Umlagerungen
- Auslagerungen
- Bestandskontrolle
- Inventur
- Barcode- und QR-Code-Erfassung
- Lagerplatzverwaltung
- Retourenverwaltung
- Chargen- und Seriennummernverwaltung
- MHD-Verwaltung
- Auswertungen und Kennzahlen
- Anbindung an ERP- und Shopsysteme
Dadurch entsteht ein zentraler und aktueller Überblick über das Lager. Mitarbeiter müssen nicht mehr auf unterschiedliche Listen zurückgreifen, sondern können die benötigten Informationen direkt über ein mobiles Gerät abrufen.
Besonders wichtig: Die Verbindung zwischen Lager und Onlineshop
Für wachsende Onlinehändler ist die Verbindung zwischen Lagerverwaltung, ERP-System und Onlineshop besonders wichtig. Wird beispielsweise ein Artikel verkauft, sollte die Bestandsänderung möglichst schnell im gesamten System berücksichtigt werden.
Eine Lagersoftware kann dabei als Bindeglied zwischen den einzelnen Systemen fungieren. Je nach eingesetzter IT-Landschaft lässt sich die Lagerverwaltung beispielsweise mit einem ERP-System, einem Onlineshop oder weiteren Verkaufskanälen verbinden.
So können Bestände zentral verwaltet und Lagerbewegungen automatisch an die angebundenen Systeme übergeben werden. Das reduziert die Gefahr von Bestandsabweichungen und Überverkäufen.
Lagerverwaltung mit COSYS
Für wachsende Onlinehändler bietet COSYS eine digitale Lösung zur Lagerverwaltung. Die COSYS Bestandsführung verbindet mobile Lagerprozesse mit einer zentralen Verwaltung im WebDesk.
Mitarbeiter können die Lagerprozesse direkt vor Ort mit einem Smartphone oder einem mobilen Datenerfassungsgerät durchführen. Über Barcodes werden Artikel und Lagerplätze eindeutig identifiziert. Dadurch lassen sich Warenbewegungen schnell und nachvollziehbar erfassen.
Die COSYS Lagerverwaltung unterstützt unter anderem Prozesse wie Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Umlagerung, Auslagerung und Inventur. Auch Funktionen wie Chargen- und Seriennummernerfassung, MHD-Verwaltung oder Fotodokumentation können je nach Anforderung integriert werden.
Fazit: Frühzeitig auf digitale Lagerprozesse setzen
Für wachsende Onlinehändler wird eine strukturierte Lagerverwaltung zunehmend zum Erfolgsfaktor. Steigende Bestellmengen, größere Sortimente und mehrere Verkaufskanäle erhöhen die Anforderungen an Bestandsgenauigkeit und Prozesssicherheit.
Wer Lagerbestände weiterhin hauptsächlich über Excel, Papierlisten oder manuelle Aufzeichnungen verwaltet, stößt bei zunehmendem Wachstum schnell an organisatorische Grenzen. Eine digitale Lagersoftware schafft dagegen transparente Prozesse und ermöglicht es, Warenbewegungen direkt im Lager zu erfassen.
Mit der COSYS Bestandsführung können Onlinehändler ihre Lagerprozesse mobil digitalisieren, Bestände transparent verwalten und ihre Mitarbeiter bei Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Umlagerung, Auslagerung und Inventur unterstützen. Durch die Anbindung an bestehende ERP- und Shopsysteme kann die Lagerverwaltung zudem in die vorhandene Systemlandschaft integriert werden.
Damit wird die Lagerverwaltung nicht zum Wachstumshemmnis, sondern zu einer digitalen Grundlage, auf der Onlinehändler ihr Geschäft effizient weiterentwickeln können.