backgroundHardware

Zebra TC201 vs. TC22/TC27: Die Unterschiede im Überblick

Lohnt sich der Umstieg auf die neue Gerätegeneration?

Mit dem Zebra TC22/TC27 hat Zebra die TC2x-Serie erfolgreich in die dritte Generation geführt. Die Geräte verbinden das Design moderner Smartphones mit der Robustheit und Zuverlässigkeit professioneller MDE-Hardware und haben sich in Lager, Logistik, Einzelhandel, Produktion und Außendienst als vielseitige Allrounder etabliert. Doch mit dem Zebra TC201 steht bereits die nächste Generation in den Startlöchern.

2026-07-20 09:25:20

Für viele Unternehmen stellt sich deshalb die Frage, ob sich ein Wechsel überhaupt lohnt. Schließlich erfüllen TC22/TC27 bereits zahlreiche Anforderungen des Arbeitsalltags. Der entscheidende Unterschied liegt daher weniger in einer einzelnen Funktion als vielmehr in der konsequenten Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts. Das Zebra TC201 setzt genau dort an, wo Unternehmen heute langfristig investieren möchten: Zukunftssicherheit, moderne Konnektivität und noch effizientere Arbeitsprozesse.

Mehr Zukunftssicherheit durch längeren Software-Support

Der wohl wichtigste Unterschied zeigt sich beim Betriebssystem und der geplanten Lebensdauer. Das TC22 und TC27 wurden mit Android eingeführt und bieten bereits einen langfristigen Software-Support.

Das Zebra TC201 geht jedoch noch einen Schritt weiter. Es startet direkt mit Android 15 und soll mindestens vier weitere Android-Versionen unterstützen. Damit reicht der geplante Produktlebenszyklus bis mindestens 2034.

Gerade Unternehmen mit mehreren Dutzend oder sogar Hunderten Geräten profitieren davon erheblich. Ein längerer Lifecycle reduziert die Häufigkeit von Hardwareaustausch, vereinfacht die IT-Planung und sorgt dafür, dass Sicherheitsupdates und neue Softwarefunktionen über viele Jahre verfügbar bleiben. Wer heute neu investiert, erhält damit deutlich mehr Planungssicherheit.

Leistung und Konnektivität auf dem neuesten Stand

Bereits das TC22 und TC27 verfügen über eine leistungsfähige Qualcomm-Plattform, Wi-Fi 6E, 5G sowie Bluetooth 5.2 und bieten damit eine moderne Grundlage für mobile Unternehmensanwendungen.

Beim TC201 wurde die Hardware dennoch konsequent weiterentwickelt. Eine neue Qualcomm-Plattform sorgt für zusätzliche Leistungsreserven und ist besser auf zukünftige Android-Versionen sowie anspruchsvollere Anwendungen vorbereitet. Gleichzeitig hält Wi-Fi 7 Einzug und verbessert die Datenübertragung insbesondere in Umgebungen mit vielen gleichzeitig verbundenen Geräten. Ergänzt wird dies durch Bluetooth 6.0 und 5G Release 17, wodurch das Gerät auch für zukünftige Netzwerkinfrastrukturen bestens gerüstet ist.

In der Praxis profitieren Anwender von kürzeren Reaktionszeiten, stabileren Verbindungen und einer insgesamt flüssigeren Bedienung. Besonders in großen Lagerhallen oder Produktionsbetrieben mit zahlreichen mobilen Endgeräten kann dies die Produktivität spürbar erhöhen.

Neue Scanner schaffen zusätzliche Einsatzmöglichkeiten

Die Scanleistung gehörte bereits beim TC22 und TC27 zu den größten Stärken. Unternehmen konnten zwischen dem SE4710 für Standardanwendungen und dem SE55 mit IntelliFocus-Technologie für größere Scanentfernungen wählen. Beide Scanner erfassen Barcodes schnell und zuverlässig.

Mit dem Zebra TC201 erweitert Zebra dieses Konzept. Neben einem neuen Standardscanner steht erstmals ein leistungsfähiger Advanced-Range-Scanner mit integrierter Farbbilderfassung zur Verfügung. Dadurch wird das Gerät deutlich vielseitiger.

Neben klassischen Barcodeprozessen lassen sich beispielsweise beschädigte Waren fotografieren, Qualitätsmängel dokumentieren oder Lieferzustände direkt am Einsatzort erfassen. Unternehmen benötigen dafür kein zusätzliches Smartphone oder eine Kamera mehr. Sämtliche Informationen können unmittelbar mit dem jeweiligen Barcode verknüpft werden, was Medienbrüche reduziert und die Nachvollziehbarkeit verbessert.

Robuster für den täglichen Dauereinsatz

Das TC22 und TC27 wurden bereits für anspruchsvolle Arbeitsumgebungen entwickelt. Mit Schutzarten IP65 und IP68, Corning Gorilla Glass sowie einer Sturzfestigkeit von bis zu 1,5 Metern mit Schutzhülle eignen sich die Geräte hervorragend für Lager, Produktion oder Außendienst.

Das Zebra TC201 baut auf dieser Basis auf und erhöht die Widerstandsfähigkeit nochmals. Verbesserte Falltests, eine höhere Stoßfestigkeit sowie ein erweiterter Betriebstemperaturbereich sorgen dafür, dass das Gerät auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig arbeitet.

Für Unternehmen bedeutet dies weniger Reparaturen, geringere Ausfallzeiten und niedrigere Betriebskosten über den gesamten Lebenszyklus der Geräte.

Kompatibilität schützt bestehende Investitionen

Ein Austausch einer kompletten Geräteflotte verursacht häufig hohe Folgekosten. Nicht nur die mobilen Computer selbst müssen ersetzt werden, sondern oftmals auch Akkus, Ladestationen, Halterungen oder Triggergriffe.

Genau hier setzt Zebra beim TC201 an. Ein großer Teil des vorhandenen Zubehörs der TC22- und TC27-Serie kann weiterhin genutzt werden. Dadurch reduziert sich der Investitionsaufwand erheblich und bestehende Arbeitsplätze müssen nicht vollständig neu ausgestattet werden.

Gerade Unternehmen mit größeren Installationen profitieren von einer schrittweisen Migration, bei der alte und neue Geräte parallel betrieben werden können.

Fazit

Das Zebra TC22 und TC27 gehören weiterhin zu den leistungsfähigsten Geräten ihrer Klasse und bieten bereits heute eine ausgezeichnete Grundlage für professionelle Datenerfassung. Mit dem TC201 verfolgt Zebra jedoch keinen radikalen Neuanfang, sondern entwickelt das bewährte Konzept gezielt weiter.

Der längere Software-Support, moderne Funkstandards wie Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0, leistungsfähigere Scanner sowie die nochmals gesteigerte Robustheit machen das TC201 insbesondere für Unternehmen interessant, die in den kommenden Jahren ihre Geräteflotte erneuern möchten. Da gleichzeitig ein großer Teil des vorhandenen Zubehörs weiterverwendet werden kann, fällt der Umstieg wirtschaftlich deutlich attraktiver aus als bei einem vollständigen Plattformwechsel.