Worauf sollte man bei der Auswahl eines MDM achten?
Die richtige MDM-Lösung entscheidet über den langfristigen Erfolg.
Mobile Device Management ist für viele Unternehmen längst unverzichtbar geworden. Ob Lager, Produktion, Einzelhandel oder Transport - überall sorgen MDE-Geräte, Tablets und Smartphones dafür, dass Prozesse digital und effizient ablaufen. Mit steigender Geräteanzahl wächst jedoch auch der Verwaltungsaufwand. Neue Geräte müssen eingerichtet, Apps verteilt, Sicherheitsrichtlinien umgesetzt und defekte Geräte schnell ersetzt werden. Genau hier unterstützt ein Mobile Device Management.
2026-07-02 07:58:16Die Auswahl der passenden Lösung fällt jedoch nicht leicht. Der Markt bietet zahlreiche Systeme mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Funktionsumfängen. Viele Unternehmen orientieren sich zunächst am Preis oder an bekannten Herstellern. Tatsächlich sollte die Entscheidung jedoch vor allem davon abhängen, welche Anforderungen im Arbeitsalltag wirklich bestehen. Denn nicht jedes Unternehmen benötigt dieselbe MDM-Lösung.
Nicht der Lizenzpreis entscheidet, sondern die Gesamtkosten
Eine der häufigsten Fragen lautet: Ist ein Mobile Device Management nicht zu teuer? Auf den ersten Blick entstehen durch Lizenzen zusätzliche Kosten. Betrachtet man jedoch den gesamten Lebenszyklus der Geräte, zeigt sich häufig ein anderes Bild.
Ohne MDM müssen neue Geräte manuell eingerichtet, Anwendungen einzeln installiert und Softwareupdates aufwendig verteilt werden. Hinzu kommen Supporttickets aufgrund unterschiedlicher Gerätekonfigurationen oder falsch genutzter Endgeräte. Diese indirekten Kosten werden häufig unterschätzt und übersteigen die eigentlichen Lizenzkosten nicht selten deutlich.
Ein gutes Mobile Device Management reduziert den täglichen Verwaltungsaufwand, verkürzt Einrichtungszeiten und minimiert Ausfallzeiten. Genau diese Einsparungen entscheiden letztlich darüber, ob sich eine Lösung wirtschaftlich rechnet.
Welche MDM-Lösung passt zu welchem Unternehmen?
Der Markt für Mobile Device Management ist vielfältig. Zu den bekanntesten Lösungen gehören SOTI MobiControl, 42Gears SureMDM, Microsoft Intune, VMware Workspace ONE und COSYS MDM. Alle Systeme ermöglichen die zentrale Verwaltung mobiler Endgeräte, unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich Zielgruppe und Einsatzbereich.
SOTI MobiControl zählt zu den umfangreichsten Enterprise-Lösungen. Besonders internationale Unternehmen mit mehreren tausend Geräten, unterschiedlichen Betriebssystemen und komplexen Sicherheitsanforderungen profitieren vom sehr großen Funktionsumfang. Gleichzeitig steigen jedoch auch die Komplexität der Administration und häufig die Gesamtkosten.
42Gears SureMDM richtet sich ebenfalls an Unternehmen mit heterogenen Geräteflotten. Die Lösung unterstützt zahlreiche Betriebssysteme und Gerätetypen und eignet sich besonders dann, wenn neben MDE-Geräten auch Smartphones, Tablets oder IoT-Geräte zentral verwaltet werden sollen.
Microsoft Intune spielt seine Stärken vor allem in Unternehmen aus, die bereits vollständig auf Microsoft 365, Azure und Windows-Arbeitsplätze setzen. Für klassische MDE-Geräte in Lager, Logistik oder Produktion ist Intune zwar grundsätzlich geeignet, richtet sich jedoch weniger speziell an diese Einsatzbereiche.
Das COSYS MDM verfolgt einen anderen Ansatz. Die Lösung konzentriert sich gezielt auf Unternehmen, die überwiegend Android-basierte MDE-Geräte, Tablets und Smartphones in Lager, Produktion, Transport oder Einzelhandel einsetzen. Statt möglichst viele Spezialfunktionen bereitzustellen, liegt der Fokus auf einer einfachen Bedienung, schnellen Rollouts, zentraler App-Verteilung, Remote Control, Kiosk-Modi und einer effizienten Geräteverwaltung. Gleichzeitig profitieren Unternehmen davon, dass das MDM nahtlos mit den COSYS Softwarelösungen und Services zusammenarbeitet.
Ein MDM-Wechsel sollte kein Hindernis sein
Viele Unternehmen arbeiten jahrelang mit derselben Lösung, obwohl sie längst nicht mehr optimal zu den eigenen Anforderungen passt. Der häufigste Grund dafür ist die Sorge vor einem aufwendigen Wechsel.
Dabei muss eine Migration heute keineswegs mit langen Ausfallzeiten verbunden sein. Moderne MDM-Systeme unterstützen automatisierte Enrollment-Prozesse, bei denen neue oder zurückgesetzte Geräte innerhalb weniger Minuten vollständig eingerichtet werden. Gerade wenn ohnehin ein Hardware-Refresh ansteht, bietet sich der Wechsel auf ein neues Mobile Device Management an. So lassen sich zwei Projekte miteinander verbinden und der Gesamtaufwand deutlich reduzieren.
Ein MDM-Wechsel sollte deshalb nicht als Risiko verstanden werden, sondern als Chance, veraltete Prozesse zu modernisieren und die Geräteverwaltung langfristig effizienter aufzustellen.
Müssen Bestandsgeräte ersetzt werden?
Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass bei einem neuen MDM automatisch sämtliche Geräte ausgetauscht werden müssen. In den meisten Fällen ist das nicht erforderlich.
Moderne Mobile Device Management Lösungen unterstützen bestehende MDE-Geräte verschiedener Hersteller. Unternehmen können ihre vorhandene Hardware daher häufig weiter nutzen und schrittweise modernisieren. Dadurch bleiben Investitionskosten überschaubar und der Wechsel lässt sich deutlich wirtschaftlicher gestalten.
Vor der Auswahl eines MDM sollte deshalb geprüft werden, welche Hersteller, Android-Versionen und Gerätemodelle unterstützt werden und wie einfach sich Bestandsgeräte integrieren lassen.
Einfache Administration spart langfristig die meisten Kosten
Der größte wirtschaftliche Nutzen entsteht nicht durch möglichst viele Funktionen, sondern durch eine einfache tägliche Nutzung. Eine übersichtliche Benutzeroberfläche, automatisierte Rollouts, zentrale App-Verteilung und Remote Support sparen der IT-Abteilung täglich Zeit.
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von einer Lösung, die ohne lange Schulungen produktiv eingesetzt werden kann. Gleichzeitig sinkt die Fehlerquote, weil sämtliche Geräte nach einheitlichen Standards eingerichtet und verwaltet werden.
Mobile Device Management sollte Teil einer Gesamtlösung sein
Ein MDM entfaltet seinen größten Nutzen, wenn Hardware, Software und Service optimal zusammenspielen. Unternehmen benötigen schließlich nicht nur eine Verwaltungssoftware, sondern auch leistungsfähige MDE-Geräte, zuverlässige Unternehmenssoftware und einen schnellen technischen Service.
Wer hierfür unterschiedliche Ansprechpartner koordinieren muss, erhöht den organisatorischen Aufwand erheblich. Deutlich effizienter ist eine Lösung, bei der sämtliche Komponenten aufeinander abgestimmt sind und aus einer Hand betreut werden.
Fazit
Die Auswahl eines Mobile Device Managements sollte sich nicht allein am Preis oder am größten Funktionsumfang orientieren. Entscheidend sind die Anforderungen des eigenen Unternehmens. Während Lösungen wie SOTI MobiControl oder 42Gears SureMDM ihre Stärken vor allem in komplexen Enterprise-Umgebungen mit heterogenen Geräteflotten ausspielen, benötigen viele mittelständische Unternehmen eine deutlich praxisnähere Lösung. Wer überwiegend Android-basierte MDE-Geräte in Lager, Produktion, Einzelhandel oder Transport verwaltet, profitiert häufig stärker von einer einfach bedienbaren und wirtschaftlichen Lösung wie dem COSYS MDM. Geringerer Administrationsaufwand, schnelle Rollouts, die Unterstützung bestehender Geräte und die enge Verzahnung mit Hardware und Software machen die Lösung besonders für diese Zielgruppe interessant.