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Was ist ein SaaS WMS?

Ein SaaS WMS ist ein Warehouse Management System, das als Software as a Service (SaaS) bereitgestellt wird. Anders als bei einer klassischen On-Premise-Lösung wird die Software dabei nicht vollständig auf den eigenen Servern des Unternehmens installiert und betrieben. Stattdessen stellt ein Anbieter das WMS über das Internet zur Verfügung. Unternehmen greifen über eine sichere Verbindung auf die Lagerverwaltungssoftware zu, während der Anbieter den technischen Betrieb, Updates und häufig auch Backups übernimmt.

Was ist ein SaaS WMS?
Was ist ein SaaS WMS?

SaaS steht für Software as a Service und beschreibt ein Bereitstellungsmodell, bei dem Unternehmen eine Software als Dienstleistung nutzen. Gerade bei Warehouse Management Systemen bietet dieses Modell interessante Möglichkeiten, da moderne Lager zunehmend digitalisiert werden und gleichzeitig flexibel auf Veränderungen reagieren müssen.

Wie funktioniert ein SaaS WMS?

Bei einem SaaS WMS befindet sich die eigentliche Software in der Regel in einer Cloud-Umgebung. Die Daten und Anwendungen werden dort zentral betrieben und können von autorisierten Mitarbeitern über das Internet erreicht werden. Im Lager erfolgt die Nutzung beispielsweise über mobile Datenerfassungsgeräte, Smartphones, Tablets oder stationäre Arbeitsplätze.

Ein typischer Ablauf kann so aussehen: Ein Auftrag wird aus dem ERP-System oder einem Onlineshop an das WMS übertragen. Das WMS verarbeitet die Auftragsdaten und stellt die notwendigen Aufgaben für die Mitarbeiter bereit. Ein Lagermitarbeiter erhält beispielsweise auf seinem MDE-Gerät einen Kommissionierauftrag. Durch das Scannen von Artikel- und Lagerplatzbarcodes werden die einzelnen Arbeitsschritte dokumentiert und direkt an das System übertragen.

Die Lagerdaten stehen dadurch zentral zur Verfügung. Verantwortliche können beispielsweise Bestände, Lagerplätze, Aufträge oder Lagerbewegungen über eine Weboberfläche einsehen.

SaaS WMS vs. On-Premise WMS

Der wichtigste Unterschied zwischen einem SaaS WMS und einem On-Premise WMS liegt in der technischen Bereitstellung und Verantwortung.

Bei einer On-Premise-Lösung wird die Software auf der eigenen IT-Infrastruktur des Unternehmens installiert. Das Unternehmen muss sich dadurch unter anderem um Server, Betriebssysteme, Updates, Datensicherung und weitere technische Komponenten kümmern. Je nach System können dafür entsprechende IT-Ressourcen notwendig sein.

Bei einem SaaS WMS übernimmt dagegen der Anbieter einen großen Teil dieser Aufgaben. Das Unternehmen nutzt die Software als Dienstleistung und benötigt für den Betrieb der Anwendung keine eigene WMS-Serverinfrastruktur. Updates und technische Wartungsarbeiten werden normalerweise zentral durch den Anbieter durchgeführt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass SaaS und Cloud automatisch dasselbe sind. Cloud beschreibt zunächst die technische Bereitstellung, während SaaS ein Geschäfts- und Nutzungsmodell bezeichnet. Ein SaaS WMS ist somit typischerweise cloudbasiert und wird als Dienstleistung bereitgestellt.

Welche Vorteile bietet ein SaaS WMS?

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der geringeren technischen Einstiegshürde. Unternehmen müssen nicht zunächst eigene Server für das WMS bereitstellen. Dadurch kann die Einführung einer Lagerverwaltungssoftware insbesondere für Unternehmen interessant sein, die keine umfangreiche eigene IT-Infrastruktur betreiben möchten.

Ein weiterer Vorteil ist die Skalierbarkeit. Wächst ein Unternehmen, können zusätzliche Benutzer, Lagerbereiche oder Funktionen je nach Anbieter und Lizenzmodell ergänzt werden. Das ist beispielsweise für wachsende Handelsunternehmen oder E-Commerce-Unternehmen interessant, deren Lagerprozesse sich mit zunehmendem Auftragsvolumen verändern.

Auch bei der Wartung kann ein SaaS WMS Vorteile bieten. Der Anbieter kümmert sich in der Regel um technische Updates und die Weiterentwicklung der Plattform. Unternehmen müssen dadurch nicht jede Aktualisierung selbst installieren und testen.

Hinzu kommt der ortsunabhängige Zugriff. Sofern eine entsprechende Internetverbindung und Berechtigung vorhanden sind, können Verantwortliche auch von anderen Standorten auf relevante Lagerinformationen zugreifen. Dies kann beispielsweise bei mehreren Lagern oder zentralen Verwaltungsstandorten hilfreich sein.

Gibt es auch Nachteile?

Trotz der Vorteile ist ein SaaS WMS nicht für jedes Unternehmen automatisch die passende Lösung. Ein wichtiger Punkt ist die Abhängigkeit von einer funktionierenden Internetverbindung. Fällt die Verbindung aus, kann dies den Zugriff auf cloudbasierte Anwendungen beeinträchtigen. Moderne Lagerlösungen können dieses Risiko beispielsweise durch Offline-Funktionen und lokale Zwischenspeicherung reduzieren.

Auch beim Thema Datenschutz und IT-Sicherheit sollten Unternehmen genau prüfen, wie der Anbieter die Daten verarbeitet und schützt. Relevant sind unter anderem der Serverstandort, Zugriffsrechte, Verschlüsselung, Backup-Konzepte und vertragliche Vereinbarungen.

Darüber hinaus sollten Unternehmen die laufenden Kosten betrachten. SaaS-Lösungen werden häufig über wiederkehrende Nutzungs- oder Lizenzgebühren abgerechnet. Eine solche Kostenstruktur unterscheidet sich von klassischen Modellen, bei denen beispielsweise eine Softwarelizenz gekauft und anschließend selbst betrieben wird.

Welche Funktionen sollte ein SaaS WMS bieten?

Die konkreten Funktionen unterscheiden sich je nach Anbieter. Ein modernes SaaS WMS sollte jedoch möglichst viele zentrale Lagerprozesse digital abbilden können. Dazu gehören beispielsweise Wareneingang, Einlagerung, Umlagerung, Auslagerung, Kommissionierung und Inventur.

Auch die Verwaltung von Lagerplätzen und Beständen spielt eine zentrale Rolle. Durch Barcode-Scanning können Artikel und Lagerplätze eindeutig erfasst werden. Je nach Branche sind außerdem Chargen, Seriennummern oder Mindesthaltbarkeitsdaten relevant.

Eine Weboberfläche ermöglicht Führungskräften und Lagerverantwortlichen den Überblick über die aktuellen Prozesse. Dazu können Bestandsinformationen, offene Aufträge, Lagerbewegungen und verschiedene Kennzahlen gehören. Schnittstellen zu ERP-Systemen, Onlineshops oder anderen Anwendungen sorgen dafür, dass das WMS in die bestehende IT-Landschaft integriert werden kann.

Für wen eignet sich ein SaaS WMS?

Ein SaaS WMS kann für Unternehmen interessant sein, die ihre Lagerprozesse digitalisieren möchten, ohne selbst eine umfangreiche technische Infrastruktur für den Betrieb eines WMS aufbauen zu müssen.

Besonders interessant kann das Modell für Handelsunternehmen, Großhändler, E-Commerce-Unternehmen, Logistikdienstleister und produzierende Unternehmen sein. Auch Unternehmen mit mehreren Lagerstandorten können von einer zentral verfügbaren Lösung profitieren.

Dabei sollte nicht allein die Größe des Unternehmens entscheidend sein. Viel wichtiger sind die vorhandenen Lagerprozesse, die Anzahl der Artikel und Lagerplätze, das Auftragsvolumen sowie die Anforderungen an Integration und Rückverfolgbarkeit.

SaaS WMS mit COSYS

Auch COSYS bietet eine cloudbasierte Möglichkeit zur digitalen Verwaltung von Lagerprozessen. Mit dem COSYS WMS lassen sich verschiedene Prozesse wie Wareneingang, Einlagerung, Umlagerung, Kommissionierung, Auslagerung und Inventur digital abbilden.

Die mobilen Prozesse können über Smartphones oder MDE-Geräte durchgeführt werden. Artikel und Lagerplätze werden dabei per Barcode erfasst, wodurch Bestandsbewegungen direkt dokumentiert werden. Über den COSYS WebDesk stehen zusätzlich Verwaltungs- und Auswertungsfunktionen zur Verfügung. Hier können unter anderem Stammdaten verwaltet, Bestände eingesehen und Prozessdaten ausgewertet werden.

Ein Vorteil der COSYS Cloudlösung besteht darin, dass Unternehmen keine eigene Serverinfrastruktur für die Software betreiben müssen. Backups, Updates und der technische Betrieb der Cloud können durch COSYS übernommen werden. Gleichzeitig kann das System über Schnittstellen mit vorhandenen ERP- und weiteren Unternehmenssystemen verbunden werden.

Durch den modularen Aufbau lässt sich die Lösung außerdem an unterschiedliche Anforderungen anpassen. Unternehmen können beispielsweise mit bestimmten Lagerprozessen starten und die Nutzung später um weitere Funktionen erweitern.

Fazit

Ein SaaS WMS ist ein Warehouse Management System, das als Software-as-a-Service bereitgestellt wird. Die Software wird typischerweise über die Cloud genutzt, während der Anbieter zentrale Aufgaben wie Hosting, Wartung, Updates und Datensicherung übernimmt.

Für Unternehmen kann dadurch der technische Aufwand für den Betrieb eines eigenen WMS reduziert werden. Gleichzeitig ermöglicht die zentrale Bereitstellung einen flexiblen Zugriff auf Lagerdaten und kann die Skalierung bei wachsenden Lagerstrukturen erleichtern.

Vor der Einführung sollten Unternehmen jedoch genau prüfen, welche Funktionen, Schnittstellen, Sicherheitsmaßnahmen und Serviceleistungen der jeweilige Anbieter bietet. Entscheidend ist letztlich, dass das SaaS WMS die individuellen Lagerprozesse zuverlässig unterstützt und sich sinnvoll in die bestehende Systemlandschaft integrieren lässt.

Tipp

Ein SaaS WMS eignet sich besonders für Unternehmen, die ihre Lagerprozesse digitalisieren möchten, ohne eine eigene Serverinfrastruktur betreiben zu müssen. Mit der COSYS WMS Cloudlösung können Sie Lagerprozesse wie Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung und Inventur digital abbilden. Die Cloud nimmt Ihnen dabei den technischen Aufwand für Betrieb, Updates und Backups ab.

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