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Was muss ein WMS für Fulfillment und E-Commerce können?

Der E-Commerce stellt besondere Anforderungen an die Lagerlogistik. Während im klassischen B2B-Geschäft häufig größere Aufträge mit vielen Positionen abgewickelt werden, müssen Onlinehändler täglich zahlreiche kleinere Bestellungen schnell, fehlerfrei und wirtschaftlich bearbeiten. Hinzu kommen hohe Erwartungen an Lieferzeiten, Sendungsverfolgung und Retourenabwicklung. Ein leistungsfähiges Warehouse Management System (WMS) bildet deshalb die Grundlage für effiziente Fulfillment-Prozesse.

Was muss ein WMS für Fulfillment und E-Commerce können?
Was muss ein WMS für Fulfillment und E-Commerce können?

Ein WMS für Fulfillment und E-Commerce muss nicht nur Bestände verwalten. Es muss Aufträge aus verschiedenen Verkaufskanälen übernehmen, Lagerprozesse steuern, Mitarbeiter bei der Kommissionierung unterstützen und die Versandabwicklung koordinieren. Gleichzeitig sollte es sich flexibel an wechselnde Auftragsmengen und unterschiedliche Anforderungen von Onlinehändlern anpassen lassen.

Auftragsdaten aus verschiedenen Systemen übernehmen

Eine zentrale Aufgabe eines E-Commerce-WMS besteht darin, Bestellungen zuverlässig aus den angeschlossenen Systemen zu übernehmen. Dazu können beispielsweise Onlineshops, Marktplätze, ERP-Systeme oder andere Verkaufskanäle gehören.

Das WMS sollte die Auftragsdaten automatisiert übernehmen und für die weiteren Lagerprozesse bereitstellen. Manuelle Übertragungen zwischen Shop, ERP und Lager erhöhen dagegen den Aufwand und schaffen zusätzliche Fehlerquellen.

Gerade bei Fulfillment-Dienstleistern ist eine leistungsfähige Schnittstellenstruktur wichtig. Hier werden häufig Bestellungen verschiedener Kunden und Verkaufskanäle in einem zentralen Lager verarbeitet.

Echtzeit-Bestände für den Onlinehandel

Im E-Commerce müssen Bestände möglichst aktuell sein. Wird ein Artikel im Onlineshop als verfügbar angezeigt, obwohl sich der tatsächliche Lagerbestand bereits auf null reduziert hat, kann dies zu Überverkäufen und unzufriedenen Kunden führen.

Ein WMS sollte deshalb sämtliche relevanten Warenbewegungen digital erfassen. Wareneingänge, Einlagerungen, Umlagerungen, Kommissionierungen und Auslagerungen aktualisieren den verfügbaren Bestand.

Durch eine Schnittstelle zum ERP oder Shopsystem können Bestandsinformationen anschließend weitergegeben werden. Dadurch entsteht eine bessere Grundlage für die Darstellung verfügbarer Artikel im Onlinehandel.

Schnelle und flexible Kommissionierung

Die Kommissionierung gehört zu den wichtigsten Prozessen im E-Commerce. Viele Bestellungen bestehen nur aus wenigen Positionen, gleichzeitig kann die Anzahl der Aufträge sehr hoch sein. Das WMS muss deshalb eine schnelle und flexible Bearbeitung ermöglichen.

Mobile Datenerfassung mit Smartphones oder MDE-Geräten unterstützt Mitarbeiter bei der Entnahme. Artikel und Lagerplätze werden per Barcode identifiziert, wodurch sich Verwechslungen reduzieren lassen.

Je nach Auftragsstruktur können unterschiedliche Kommissionierstrategien sinnvoll sein. Dazu gehören beispielsweise:

Ein gutes WMS sollte diese Methoden flexibel unterstützen und anhand von Auftragsstruktur und Lagerorganisation einsetzen können.

Pick & Pack für effiziente Versandprozesse

Im E-Commerce müssen kommissionierte Waren häufig direkt für den Versand vorbereitet werden. Beim Pick & Pack werden die Artikel beispielsweise unmittelbar an einem Packplatz verarbeitet.

Das WMS stellt dem Mitarbeiter die benötigten Informationen bereit und ermöglicht die Kontrolle der entnommenen Artikel. Anschließend können Verpackung, Versanddienstleister und Versandlabel dem Auftrag zugeordnet werden.

Durch die Verbindung von Kommissionierung, Packprozess und Versandkontrolle lassen sich unnötige Zwischenschritte reduzieren. Gerade bei hohen Auftragszahlen kann dies die Durchlaufzeit eines Auftrags deutlich verkürzen.

Automatische Versandabwicklung

Ein E-Commerce-WMS sollte auch die Versandprozesse möglichst weitgehend digital unterstützen. Dazu gehört beispielsweise die Übergabe relevanter Auftragsdaten an Versand- oder KEP-Systeme.

Je nach eingesetzten Versanddienstleistern können Versandlabels automatisiert erzeugt werden. Nach erfolgreicher Versandkontrolle wird der Auftrag als versendet abgeschlossen und die entsprechenden Informationen können an das übergeordnete System zurückgegeben werden.

Damit lässt sich ein durchgängiger Prozess vom Auftragseingang über die Kommissionierung bis zum Versand schaffen.

Retouren effizient verwalten

Retouren gehören zum Alltag im E-Commerce und verursachen einen erheblichen logistischen Aufwand. Ein WMS muss deshalb auch Rücksendungen strukturiert abbilden können.

Bei einer Retoure sollte zunächst erfasst werden, welche Ware zurückkommt. Anschließend kann der Zustand des Artikels geprüft werden. Je nach Ergebnis wird die Ware beispielsweise wieder eingelagert, als beschädigt gekennzeichnet oder einem anderen Prozess zugeführt.

Eine digitale Retourenabwicklung schafft Transparenz darüber, welche Artikel zurückgekommen sind und welchen Status sie besitzen. Dadurch können Rücksendungen schneller verarbeitet und wieder für den Verkauf verfügbar gemacht werden.

Unterschiedliche Kunden und Mandanten verwalten

Fulfillment-Dienstleister bearbeiten häufig Aufträge für zahlreiche Onlinehändler. Das WMS muss daher unterschiedliche Mandanten sauber voneinander trennen können.

Für jeden Kunden können eigene Artikel, Bestände, Aufträge, Versandvorgaben und Prozesse hinterlegt werden. Gleichzeitig können gemeinsame Lagerflächen und Mitarbeiter genutzt werden.

Eine solche Mandantenfähigkeit ist besonders wichtig, damit Bestände und Aufträge nicht miteinander vermischt werden. Gleichzeitig ermöglicht sie Fulfillment-Anbietern, mehrere Kunden über eine zentrale WMS-Plattform zu verwalten.

Skalierbarkeit bei saisonalen Auftragsspitzen

E-Commerce unterliegt starken Schwankungen. Aktionen, Feiertage, Weihnachten, Black Friday oder saisonale Produkte können innerhalb kurzer Zeit zu einem erheblichen Anstieg der Bestellmengen führen.

Ein WMS muss deshalb skalierbar sein und auch bei hohen Auftragszahlen zuverlässige Prozesse ermöglichen. Dafür sind unter anderem flexible Kommissionierstrategien, Priorisierungen und eine gute Aufgabenverteilung wichtig.

Aufträge können beispielsweise nach Versandpriorität, Liefertermin oder Versandart sortiert werden. Dadurch lassen sich dringende Bestellungen gezielt bevorzugen.

Transparenz und Auswertungen

Ein modernes WMS sollte nicht nur operative Prozesse steuern, sondern auch aussagekräftige Daten liefern. Für Fulfillment und E-Commerce sind beispielsweise folgende Kennzahlen interessant:

Mit solchen Auswertungen lassen sich Engpässe und Optimierungspotenziale erkennen. Fulfillment-Dienstleister können zudem Leistungen und Aufwände einzelnen Kunden oder Mandanten zuordnen.

COSYS Lagerverwaltung für Fulfillment und E-Commerce

Die COSYS Lagerverwaltung unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Lager- und Fulfillment-Prozesse. Mit der COSYS App lassen sich Artikel, Lagerplätze und Warenbewegungen mobil per Barcode erfassen. Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Umlagerung, Inventur und Versand können dadurch digital dokumentiert werden.

Für E-Commerce-Prozesse lassen sich Aufträge aus angeschlossenen Systemen übernehmen und anschließend über mobile Geräte im Lager bearbeiten. Funktionen wie Multi-Order-Picking, Pick & Pack, Versandkontrolle und Retouren unterstützen die schnelle Abwicklung von Onlinebestellungen. Über den COSYS WebDesk stehen zusätzlich Bestandsinformationen, Stammdaten, Prozessdaten und Auswertungen zur Verfügung.

Gerade für Fulfillment-Anbieter bietet die Kombination aus mobiler Datenerfassung, zentralem WebDesk und Schnittstellen die Möglichkeit, unterschiedliche Kunden und deren Lagerprozesse digital abzubilden. Auch Versandlabels und Barcodes lassen sich in die Prozesse integrieren.

Tipp

Im E-Commerce zählt jede Minute – von der Bestellung bis zum Versand. Achten Sie bei der Auswahl eines WMS deshalb auf schnelle Kommissionierung, aktuelle Bestände, flexible Picking-Strategien, automatisierte Versandprozesse und eine einfache Retourenabwicklung. Mit der COSYS Lagerverwaltung lassen sich diese Prozesse digital abbilden und per Barcode direkt im Lager erfassen.

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