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Kann man vorhandene MDE-Geräte für die Inventur verwenden?

Wann die eigene Geräteflotte ausreicht und wann zusätzliche Inventurscanner sinnvoll sind.

Im Lager, Verkauf oder Wareneingang sind bereits MDE-Geräte vorhanden - warum also für die Inventur zusätzliche Scanner beschaffen? In vielen Unternehmen lässt sich die bestehende Geräteflotte tatsächlich auch für die Bestandsaufnahme einsetzen. Voraussetzung ist allerdings, dass Hardware und Software zum geplanten Inventurablauf passen.

2026-10-02

MDE-Geräte für die Inventur nutzen.
Vorhandene MDE-Geräte für die Inventur nutzen.

Vorhandene MDE-Geräte können für die Inventur verwendet werden, wenn sie mit der Inventursoftware kompatibel sind, benötigte Barcodes zuverlässig erfassen und für die Dauer der Zählung in ausreichender Stückzahl verfügbar sind. Vor dem Inventurstichtag sollten deshalb nicht nur technische Daten, sondern auch Akkuzustand, Gerätekonfiguration und betriebliche Verfügbarkeit geprüft werden.

Welche Voraussetzungen muss ein vorhandenes MDE-Gerät erfüllen?

Ein professionelles MDE-Gerät ist grundsätzlich für die mobile Datenerfassung konzipiert. Das allein macht es jedoch noch nicht automatisch zu einem geeigneten Inventurgerät.

Zunächst muss die eingesetzte Inventursoftware auf der vorhandenen Hardware lauffähig sein. Dabei spielen insbesondere Betriebssystem und Betriebssystemversion eine Rolle. Bei älteren Geräten kann es vorkommen, dass aktuelle Anwendungen nicht mehr unterstützt werden oder notwendige Systemvoraussetzungen fehlen.

Auch Display, Bedienung und Leistungsfähigkeit sollten zum Inventurprozess passen. Müssen Mitarbeiter mehrere Stunden mit den Geräten arbeiten, wirken sich langsame Anwendungen oder umständliche Eingaben unmittelbar auf den Ablauf aus.

Passt die Scanengine zu den vorhandenen Barcodes?

Ein weiterer entscheidender Punkt ist die integrierte Scanengine. Werden bei der Inventur dieselben Barcodes erfasst wie im täglichen Lagerbetrieb, können vorhandene Geräte häufig problemlos weiterverwendet werden.

Anders kann es aussehen, wenn zusätzliche Lagerbereiche gezählt werden. Müssen beispielsweise Lagerplatzetiketten im Hochregal aus größerer Entfernung erfasst werden, reicht eine für kurze Scanabstände ausgelegte Scanengine möglicherweise nicht aus.

Auch beschädigte, verschmutzte oder schlecht gedruckte Barcodes stellen höhere Anforderungen an die Erfassung. Unternehmen sollten daher mit den tatsächlich vorhandenen Etiketten testen, ob die Geräte schnell und zuverlässig scannen.

Reicht die vorhandene Anzahl an MDE-Geräten?

Technische Eignung allein genügt nicht. Häufig liegt die eigentliche Herausforderung bei der Stückzahl. Im Tagesgeschäft werden beispielsweise zehn MDE-Geräte eingesetzt, während am Inventurtag 20 Mitarbeiter gleichzeitig eigenständig zählen sollen. Werden alle zehn Geräte weiterhin für operative Prozesse benötigt, stehen sie für die Inventur möglicherweise gar nicht zur Verfügung.

Deshalb sollte die Planung zwei Fragen getrennt beantworten: Wie viele vorhandene Geräte sind technisch geeignet und wie viele davon können während der Inventur tatsächlich eingesetzt werden?

Fehlt lediglich eine bestimmte Anzahl, muss nicht zwangsläufig eine komplett neue Geräteflotte beschafft werden. Der eigene Bestand kann gezielt durch Mietgeräte ergänzt werden.

Akkus vor der Inventur überprüfen

Gerade ältere MDE-Geräte können technisch noch funktionieren, aber inzwischen deutlich an Akkukapazität verloren haben. Im normalen Arbeitsalltag fällt das möglicherweise kaum auf, weil Geräte zwischendurch geladen oder gewechselt werden.

Während einer mehrstündigen Inventur kann ein schwacher Akku dagegen zum Problem werden. Geräte müssen häufiger an die Ladestation und stehen währenddessen nicht für die Zählung zur Verfügung.

Vor dem Inventurstichtag sollten deshalb Akkuzustand und erwartete Laufzeit unter realistischen Bedingungen geprüft werden. Je nach Gerät können zusätzliche Akkus, Ladegeräte oder Ladestationen erforderlich sein.

Müssen vorhandene MDE-Geräte neu eingerichtet werden?

Auch wenn die Hardware geeignet ist, müssen die Geräte für die Inventur vorbereitet werden. Dazu gehört beispielsweise die Installation und Konfiguration der Inventursoftware.

Zusätzlich sollten benötigte Stammdaten beziehungsweise Zähldaten rechtzeitig bereitgestellt und die Verbindung zur vorgesehenen Systemumgebung getestet werden. Soll die Inventur offline funktionieren, muss ebenfalls geprüft werden, ob Daten korrekt lokal bereitgestellt, gespeichert und anschließend übertragen werden können.

Besonders wichtig ist ein Test vor dem eigentlichen Stichtag. Ein Gerät, auf dem die Anwendung installiert werden kann, ist noch lange kein Beleg dafür, dass der komplette Inventurworkflow störungsfrei funktioniert.

Eigene MDE-Geräte und Mietgeräte kombinieren

Für viele Unternehmen ist deshalb eine Mischlösung interessant. Geeignete vorhandene Geräte werden weiterverwendet, während die für den Inventurtag fehlende Stückzahl temporär gemietet wird.

Das kann insbesondere bei einer jährlichen Stichtagsinventur wirtschaftlich sinnvoll sein. Statt zusätzliche Geräte zu kaufen, die anschließend kaum genutzt werden, wird die Geräteflotte nur für den benötigten Zeitraum erweitert.

Voraussetzung ist eine einheitliche Inventursoftware und ein klarer Bedienablauf. Werden unterschiedliche MDE-Modelle eingesetzt, sollten Mitarbeiter außerdem vorab wissen, ob sich Bedienung, Scanposition oder Tastenbelegung unterscheiden.

Tipp

Mit dem COSYS Inventurservice können vorhandene kompatible MDE-Geräte in die Inventur einbezogen und bei Bedarf durch Mietgeräte ergänzt werden. Inventursoftware, Hardware und Support sind einzeln oder als Komplettpaket erhältlich. Inventur-Analysen machen anschließend Zählfortschritt und Differenzen transparent. Überzeugen Sie sich selbst und testen Sie ganz unverbindlich die kostenlose Demo-App im Playstore und Appstore.



FAQ



Nein. Unterschiedliche Modelle können grundsätzlich gemeinsam eingesetzt werden, sofern sie die technischen Anforderungen erfüllen und mit der verwendeten Inventursoftware kompatibel sind. Einheitliche Hardware erleichtert jedoch Einweisung und Bedienung.

Das hängt von der unterstützten Android-Version und den Anforderungen der Inventursoftware ab. Bei älteren Geräten sollte vorab geprüft werden, ob Anwendung, Sicherheitsanforderungen und benötigte Funktionen noch unterstützt werden.

Das hängt vom Nutzungskonzept und der Softwareumgebung ab. Bestehende Anwendungen und Daten sollten nicht unnötig verändert werden. Wichtig ist vielmehr eine kontrollierte Konfiguration, damit Inventur- und Tagesgeschäft sich nicht gegenseitig beeinträchtigen.

Technisch kann das je nach Inventursoftware möglich sein. Allerdings unterscheiden sich Smartphone-Kameras und professionelle Scanengines hinsichtlich Bedienung und Scanperformance. Bei größeren Scanmengen sollte deshalb geprüft werden, ob die Geräteklasse zum Einsatz passt.

Mietgeräte sind besonders interessant, wenn die vorhandene Hardware grundsätzlich geeignet ist, die Stückzahl für den Inventurstichtag aber nicht ausreicht. So lässt sich die Kapazität zeitlich begrenzt erhöhen, ohne dauerhaft zusätzliche Geräte anzuschaffen.

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