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Die wichtigsten Lagerarten im Einzelhandel

Welche Lagerformen den Handel wirklich voranbringen.

Im Einzelhandel entscheidet eine zuverlässige Warenverfügbarkeit über Umsatz, Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsfähigkeit. Was im Verkaufsraum sichtbar ist, wird im Hintergrund maßgeblich durch die richtige Lagerstruktur bestimmt. Unterschiedliche Lagerarten übernehmen dabei klar definierte Aufgaben und sorgen dafür, dass Waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sind. Wer diese Lagerarten nicht gezielt einsetzt, riskiert Überbestände, Fehlmengen und unnötige Kosten.

2026-01-16

Lagerarten im Einzelhandel.
Die Lagerarten im Einzelhandel.

Gerade in Zeiten steigender Sortimentsvielfalt, kurzer Lieferzyklen und wachsender Omnichannel Anforderungen gewinnt das Thema Lagerarten im Einzelhandel zunehmend an Bedeutung. Für Sie als Handelsunternehmen ist es entscheidend zu verstehen, welche Lagerformen existieren, wie sie zusammenspielen und wie digitale Lösungen helfen, diese effizient zu steuern.

Warum unterschiedliche Lagerarten im Einzelhandel notwendig sind

Einzelhandelslogistik ist komplex. Filialen müssen regelmäßig beliefert werden, Aktionsware erfordert flexible Lagerkapazitäten und Retouren müssen schnell wieder in den Warenfluss integriert werden. Eine einzige Lagerform kann diese Anforderungen kaum abdecken. Unterschiedliche Lagerarten ermöglichen es, Warenströme zu trennen, Bestände gezielt zu steuern und Prozesse zu optimieren.

Je nach Unternehmensgröße, Sortimentstiefe und Vertriebsstrategie kommen verschiedene Lagerformen zum Einsatz. Diese erfüllen jeweils eigene Funktionen innerhalb der Gesamtkette vom Lieferanten bis zum Verkaufsregal.

Zentrallager als logistisches Herzstück

Das Zentrallager bildet in vielen Handelsunternehmen die zentrale Drehscheibe. Hier werden große Warenmengen gebündelt, kommissioniert und an Filialen oder Kunden verteilt. Vorteile sind Skaleneffekte, bessere Bestandskontrolle und eine einheitliche Prozesssteuerung.

Gleichzeitig erfordert ein Zentrallager eine leistungsfähige Lagerorganisation. Lange Wege, hohe Umschlagzahlen und Zeitdruck machen transparente Bestände und klar strukturierte Prozesse unverzichtbar.

Filiallager und Backroom Lager

Das Filiallager, häufig auch als Backroom bezeichnet, befindet sich direkt in oder an der Verkaufsfläche. Es dient der kurzfristigen Bevorratung und dem schnellen Nachfüllen der Regale. Diese Lagerart ist besonders wichtig, um auf Nachfrageänderungen im Tagesgeschäft flexibel reagieren zu können.

Der verfügbare Platz ist jedoch begrenzt. Deshalb müssen Bestände exakt abgestimmt sein. Zu hohe Mengen blockieren Fläche, zu geringe Mengen führen zu Out of Stock Situationen. Eine präzise Bestandsführung ist hier entscheidend.

Aktionslager und Saisonlager

Aktions und Saisonlager spielen im Einzelhandel eine besondere Rolle. Sie dienen der temporären Bevorratung von Aktionsware oder saisonalen Artikeln wie Garten, Weihnachts- oder Sommerprodukten. Diese Lagerarten müssen hoch flexibel sein und sich schnell an wechselnde Anforderungen anpassen lassen.

Ohne klare Struktur und digitale Unterstützung entstehen hier schnell Chaos, Fehlbuchungen und unnötige Umlagerungen. Gerade bei zeitkritischen Aktionen wirken sich Fehler unmittelbar auf den Umsatz aus.

Retourenlager als oft unterschätzte Lagerart

Retouren gehören im modernen Einzelhandel zum Alltag. Ein separates Retourenlager ermöglicht es, zurückgeführte Ware systematisch zu prüfen, aufzubereiten und wieder in den Bestand einzusteuern. Ohne klare Prozesse verzögert sich die Wiedereinlagerung und bindet unnötig Kapital.

Praxisbeispiel aus dem Einzelhandel

Ein mittelständischer Einzelhändler betreibt ein Zentrallager, mehrere Filiallager und saisonale Aktionsflächen. Durch fehlende Transparenz kommt es regelmäßig zu Überbeständen im Zentrallager und gleichzeitig zu Fehlmengen in den Filialen. Mithilfe einer digitalen Lagerlösung werden alle Lagerarten miteinander vernetzt. Bestände sind in Echtzeit sichtbar, Umlagerungen werden gezielt angestoßen und Aktionsware rechtzeitig verteilt. Das Ergebnis sind geringere Bestände, weniger Abschriften und eine deutlich höhere Warenverfügbarkeit.

Fazit: Die richtige Lagerart entscheidet über Effizienz

Lagerarten im Einzelhandel sind kein theoretisches Konstrukt, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor. Nur wenn Zentrallager, Filiallager, Aktionslager und Retourenlager optimal zusammenspielen, lassen sich Kosten senken und Servicelevel steigern. Transparenz und digitale Prozesse sind dabei der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Handelslogistik.

Tipp

COSYS unterstützt Sie bei der digitalen Verwaltung aller Lagerarten im Einzelhandel. Mit mobiler Datenerfassung, intelligenter Lagerverwaltungssoftware, aussagekräftigen Business Intelligence Auswertungen sowie Lagerrobotern behalten Sie Bestände standortübergreifend im Blick und optimieren Ihre Lagerprozesse nachhaltig.



FAQ



Zentrallager, Filiallager, Aktionslager, Saisonlager und Retourenlager.

Filialen benötigen schnelle Nachversorgung und flexible Bestände, die ein Zentrallager allein nicht leisten kann.

Aktions und Saisonlager, da sie zeitkritisch und stark schwankend sind.

Durch digitale Lagerverwaltung und mobile Datenerfassung.

Geringere Bestände, weniger Fehlmengen und höhere Warenverfügbarkeit.

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