MDE-Gerät oder Smartphone im Materiallager?
Welche Hardware für KMU wirklich wirtschaftlich sinnvoll ist.
Viele kleine und mittlere Unternehmen mit eigenem Materiallager stehen vor einer zentralen Digitalisierungsentscheidung: Reicht ein Smartphone zur mobilen Datenerfassung – oder ist ein professionelles MDE-Gerät die bessere Wahl? Die Hardware beeinflusst nicht nur Scan-Geschwindigkeit und Ergonomie, sondern auch Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit.
2026-02-20Gerade im Materiallager entscheiden transparente Bestände über Lieferfähigkeit, Produktionssicherheit und Kapitalbindung. Wer digital arbeiten möchte, braucht daher nicht nur eine passende Lagersoftware, sondern auch die richtige Hardwarestrategie. Dieser Artikel zeigt, welche Lösung sich für KMU eignet - und welche konkreten Geräte sich bewährt haben.
Das Materiallager im KMU: Transparenz als Erfolgsfaktor
In vielen KMU ist das Materiallager organisatorisch gewachsen. Wareneingänge werden dokumentiert, Entnahmen jedoch nicht konsequent gebucht. Inventuren sind zeitaufwendig und oft fehleranfällig.
Sobald mehrere Mitarbeitende Zugriff haben oder Material zwischen Lager, Produktion und Außendienst bewegt wird, entsteht ohne mobile Datenerfassung schnell Intransparenz. Die Digitalisierung des Materiallagers ist daher kein technisches Upgrade, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit.
Die zentrale Frage lautet: Mit welcher Hardware lassen sich Prozesse effizient abbilden?
Smartphone im Materiallager: Der pragmatische Einstieg
Für kleinere Materiallager mit überschaubarer Scan-Frequenz ist das Smartphone eine praktikable Lösung. Mitarbeitende nutzen vorhandene Geräte, Barcodes werden per Kamera erfasst und Bewegungen direkt in der Lager-App gebucht.
Vorteile liegen klar auf der Hand: geringe Investitionskosten, einfache Bedienung und schnelle Implementierung. Besonders für KMU mit wenigen hundert Artikeln und moderatem Umschlag ist diese Lösung wirtschaftlich sinnvoll.
Allerdings stoßen Smartphones bei intensiver Nutzung an Grenzen. Kamera-Scans sind langsamer, Akkulaufzeiten begrenzt und robuste Schutzklassen fehlen häufig. In raueren Umgebungen oder bei hoher Scan-Frequenz kann dies die Effizienz spürbar reduzieren.
MDE-Geräte im Materiallager: Professionelle Performance
Sobald Prozesse komplexer werden, empfiehlt sich der Einsatz spezialisierter MDE-Geräte. Diese sind für den industriellen Dauereinsatz konzipiert und bieten integrierte Hochleistungsscanner, robuste Gehäuse sowie ergonomische Bauformen.
Zwei besonders geeignete Modelle für KMU sind das Zebra TC27 und das Honeywell CT32.
Zebra TC27
Das Zebra TC27 kombiniert Smartphone-Design mit industrieller Robustheit. Es verfügt über einen professionellen 1D/2D-Imager, eine hohe Schutzklasse gegen Staub und Stöße sowie leistungsstarke Akkus für lange Arbeitstage. Besonders für KMU mit wachsendem Materialumschlag ist das Gerät interessant, da es schnelle Scanprozesse ermöglicht und dennoch kompakt bleibt.
Honeywell CT32
Das Honeywell CT32 ist ebenfalls für professionelle Lagerumgebungen konzipiert. Es bietet eine leistungsstarke Scan-Engine, moderne Android-Plattform und hohe Ausfallsicherheit. Die ergonomische Bauweise erleichtert Daueranwendungen wie Wareneingang oder Inventur. Gerade in Materiallagern mit mittlerer bis hoher Scan-Frequenz sorgt das Gerät für stabile Performance.
Beide Geräte bieten gegenüber Smartphones entscheidende Vorteile: schnellere Erfassung, höhere Robustheit und bessere Ergonomie bei Dauernutzung.
Wirtschaftliche Bewertung für KMU
Die Entscheidung zwischen Smartphone und MDE-Gerät sollte betriebswirtschaftlich getroffen werden. Ein kleines Materiallager mit wenigen täglichen Buchungen kommt meist mit einer Smartphone-Lösung aus.
Steigt jedoch die Scan-Frequenz oder werden regelmäßige Inventuren durchgeführt, amortisieren sich professionelle Geräte schnell. Zeitersparnis bei Bestandsprüfungen, reduzierte Fehlbuchungen und höhere Prozessgeschwindigkeit wirken sich direkt auf die Produktivität aus.
Viele KMU wählen daher eine hybride Lösung: Smartphones für gelegentliche Buchungen oder Außeneinsätze, MDE-Geräte für das zentrale Materiallager.
Fazit: Hardware folgt der Prozessintensität
Ein Materiallager benötigt keine überdimensionierte Technik - sondern die passende Lösung. Smartphones ermöglichen einen kostengünstigen Einstieg in die mobile Datenerfassung. Professionelle Geräte wie das Zebra TC27 oder das Honeywell CT32 steigern hingegen Effizienz und Prozesssicherheit bei höherem Materialumschlag.
Entscheidend ist nicht die Technologie selbst, sondern ihre Anpassung an die tatsächlichen Anforderungen des Unternehmens.
Die COSYS Lagersoftware für kleine und mittlere Unternehmen unterstützt sowohl Smartphones als auch professionelle MDE-Geräte wie Zebra oder Honeywell. Zudem erhalten Sie bei COSYS nicht nur eine Lagersoftware und Business Intelligence, sondern auch entsprechende Hardware und Hardwarservices. Über die kostenlosen COSYS Demo-Apps im Google Play Store und im Apple App Store können Sie die Lösung unverbindlich testen und die optimale Software- und Hardwarekombination für ihr Materiallager ermitteln. Gerne berät Sie COSYS auch.
FAQ
Ja, sie sind für industrielle Umgebungen ausgelegt und deutlich robuster.
Bei kleinen Lagern ja, bei hoher Artikelanzahl ist ein MDE-Gerät effizienter.
Ja, beide Geräte basieren auf Android und unterstützen moderne Lager-Apps.
In vielen KMU ja – zentrale Lagerprozesse über MDE, flexible Anwendungen über Smartphone.
Durch Zeitersparnis und geringere Fehlerquoten häufig schneller als erwartet.
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