Wie reduziert man Schwund bei Mehrwegbehältern?
Mit digitalem Behältermanagement Mehrwegbehälter transparent verfolgen, Verluste reduzieren und Umläufe optimieren
Mehrwegbehälter sind aus modernen Logistikprozessen nicht wegzudenken. Gehen Paletten, Kisten oder andere Ladungsträger jedoch verloren oder verbleiben zu lange bei Geschäftspartnern, entstehen hohe Kosten. Ein digitales Behältermanagement schafft Transparenz über Bestände, Bewegungen und Verantwortlichkeiten und hilft Unternehmen, Behälterschwund nachhaltig zu reduzieren.
Mehrwegbehälter ermöglichen einen effizienten und ressourcenschonenden Warenverkehr zwischen Lieferanten, Produktionsstandorten, Logistikdienstleistern und Kunden. Gleichzeitig stellen die Behälter selbst einen erheblichen Vermögenswert dar. Fehlt die Transparenz darüber, wo sich einzelne Ladungsträger befinden, entstehen schnell Schwund, unnötige Neubeschaffungen und Engpässe. Genau hier setzt ein digitales Behältermanagement an.
Was sind Mehrwegbehälter?
Mehrwegbehälter sind wiederverwendbare Transport- und Lagerhilfsmittel, die Waren während logistischer Prozesse schützen, bündeln und transportfähig machen. Im Gegensatz zu Einwegverpackungen werden sie nach der Nutzung zurückgeführt und erneut eingesetzt. Häufig wird auch von Mehrwegtransportverpackungen, Ladungsträgern oder Lademitteln gesprochen.
Typische Mehrwegbehälter und Ladungsträger sind:
- Europaletten und andere Mehrwegpaletten
- Gitterboxen
- Kleinladungsträger (KLT)
- Kunststoffboxen und Transportkisten
- Rollcontainer
- Mehrwegcontainer
- Fässer und Spezialbehälter
- Transportgestelle für Bauteile
- branchenspezifische Sonderladungsträger
Mehrwegbehälter kommen beispielsweise im Wareneingang, in der Produktion, bei innerbetrieblichen Transporten, in der Lagerlogistik, beim Versand und bei der Auslieferung an Kunden zum Einsatz. Besonders in geschlossenen oder teilweise geschlossenen Lieferketten wechseln Behälter regelmäßig zwischen mehreren Unternehmen und Standorten.
Ein typischer Kreislauf beginnt beispielsweise beim Lieferanten. Dieser stellt Waren in Mehrwegbehältern bereit und liefert sie an einen Produktionsbetrieb. Nach Entnahme der Ware werden die leeren Behälter gesammelt und an den Lieferanten zurückgegeben oder für den nächsten Transport eingesetzt. Ähnliche Prozesse existieren zwischen Zentrallagern, Filialen, Speditionen und Kunden.
Je mehr Beteiligte und Umlaufstationen vorhanden sind, desto schwieriger wird es jedoch, den Überblick zu behalten.
Warum entsteht Behälterschwund?
Von Behälterschwund spricht man, wenn Mehrwegbehälter dauerhaft oder zeitweise nicht mehr verfügbar sind und ihr genauer Aufenthaltsort nicht bekannt ist. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Behälter tatsächlich verloren gegangen ist. Häufig befindet er sich lediglich zu lange bei einem Kunden, Lieferanten oder anderen Standort.
Typische Gründe für Behälterschwund sind:
- Fehlende Dokumentation bei Übergaben: Behälter werden zusammen mit der Ware verladen, ohne separat erfasst zu werden.
- Manuelle Paletten- und Behälterkonten: Papierlisten und Tabellen können unvollständig, veraltet oder fehlerhaft sein.
- Viele Prozessbeteiligte: Kunden, Lieferanten, Speditionen und Niederlassungen erschweren die eindeutige Zuordnung.
- Fehlende Rückgabekontrolle: Unternehmen erkennen zu spät, dass Behälter über einen längeren Zeitraum nicht zurückgegeben wurden.
- Unklare Verantwortlichkeiten: Ohne dokumentierte Übergaben ist schwer nachvollziehbar, wer einen bestimmten Behälter zuletzt erhalten hat.
- Beschädigung oder Verschrottung: Defekte Behälter werden teilweise aus dem Umlauf genommen, ohne den Bestand entsprechend zu aktualisieren.
- Geringe Bestandstransparenz: Unternehmen wissen nicht exakt, wie viele Ladungsträger sich an welchem Standort befinden.
Fraunhofer IML weist darauf hin, dass Unternehmen häufig keine ausreichende Transparenz über Schwundquoten, Aufenthaltsorte, Aufenthaltszeiten und Umlaufgeschwindigkeiten ihrer Mehrwegtransportverpackungen besitzen. Dies kann zu unnötigen Nachkäufen, gebundenem Kapital und im schlimmsten Fall zu Störungen von Produktionsabläufen führen. (Fraunhofer IML)
Die Folgen reichen deshalb weit über den reinen Anschaffungswert eines verlorenen Behälters hinaus. Fehlende Ladungsträger können Lieferungen verzögern, zusätzliche Umpackvorgänge verursachen und die Produktion beeinträchtigen. Gleichzeitig müssen Unternehmen größere Sicherheitsbestände vorhalten oder kurzfristig Ersatz beschaffen.
Behälterschwund mit der COSYS Behältermanagement Software reduzieren
Die COSYS Behältermanagement Software digitalisiert die Erfassung und Verwaltung von Mehrwegbehältern und Lademitteln. Bewegungen von beispielsweise Paletten, Gitterboxen, Kisten und Containern können beim Ein- und Ausgang direkt erfasst und einem Kunden, Lieferanten, einer Spedition oder einem Standort zugeordnet werden. Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Historie über den gesamten Behälterumlauf.
Die mobile COSYS App ermöglicht Mitarbeitern und Fahrern, Behälterbewegungen direkt am Ort der Übergabe zu dokumentieren. Dabei können sowohl Behälter nach Typ und Menge als auch seriennummerngeführte Ladungsträger mit eindeutiger Barcodekennzeichnung erfasst werden. Ergänzend lassen sich Übergaben durch Fotos und elektronische Unterschriften dokumentieren. Dies schafft einen digitalen Nachweis darüber, welche Lademittel wann und an wen übergeben wurden.
Im COSYS WebDesk stehen die erfassten Daten anschließend zentral zur Verfügung. Unternehmen können Lademittelkonten für Kunden, Lieferanten und andere Tauschpartner einsehen und nachvollziehen, wie viele Behälter ausgegeben, zurückgenommen oder noch nicht zurückgeführt wurden. Bestands- und Verlaufsansichten zeigen zudem Bewegungen, aktuelle Bestände und Veränderungen über definierte Zeiträume.
Besonders hilfreich zur Vermeidung von Behälterschwund ist die Auswertung überfälliger Lademittel. Lange Aufenthaltszeiten bei Geschäftspartnern werden sichtbar, sodass Unternehmen frühzeitig reagieren und Rückgaben gezielt einfordern können. Reports zu Behälterbewegungen und Kundenbeständen sowie automatisch versendbare Buchungsbestätigungen verbessern zusätzlich die Abstimmung zwischen den beteiligten Unternehmen.
Durch die Kombination aus mobiler Datenerfassung, Track & Trace, Behälterkonten und zentralen Auswertungen entsteht damit eine verlässliche Datengrundlage. Unternehmen können nicht nur Verluste reduzieren, sondern auch Umlaufzeiten analysieren, Bestände bedarfsgerechter planen und unnötige Ersatzbeschaffungen vermeiden.
Fazit: Transparenz ist der Schlüssel gegen Behälterschwund
Behälterschwund entsteht vor allem dort, wo Übergaben, Standorte und Rückgaben von Mehrwegbehältern nicht konsequent dokumentiert werden. Je komplexer das logistische Netzwerk, desto wichtiger wird daher eine durchgängige digitale Nachverfolgung.
Mit der COSYS Behältermanagement Software lassen sich Behälterbewegungen direkt im Prozess erfassen, Tauschpartner eindeutig zuordnen und Bestände sowie offene Rückgaben zentral überwachen. Unternehmen gewinnen dadurch Transparenz über ihre Mehrwegbehälter, können Schwund frühzeitig erkennen und ihre Ladungsträger effizienter im Kreislauf halten. Das senkt Beschaffungskosten und unterstützt gleichzeitig stabile, planbare Logistikprozesse.
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