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Wie verwaltet man Getränkekisten und Paletten digital?

Leergut, Vollgut, Paletten und Partnerkonten im Getränkegroßhandel sauber trennen

Digitale Getränke-Logistik benötigt getrennte Bestände für Kisten, Flaschen und Paletten. Mobile Rücknahme- und Ausgabebuchungen machen Leergutbewegungen nachvollziehbar und reduzieren Differenzen.

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Wie verwaltet man Getränkekisten und Paletten digital?

Beim Getränkegroßhandel laufen Vollgut, Leergut und Ladungsträger gleichzeitig durch Lager und Touren. Werden Kisten nur auf Papier gezählt und Paletten separat in Tabellen geführt, sind Differenzen schwer zu erklären. Eine gemeinsame digitale Erfassung schafft Übersicht über die verschiedenen Mehrwegarten.

Was muss getrennt verwaltet werden?

Getränkekiste, Mehrwegflasche und Transportpalette sind unterschiedliche Bestandsobjekte. Ein voller Kasten enthält Ware und Flaschen ein leerer Kasten kann trotzdem noch einzelne Flaschen enthalten. Eine Palette trägt wiederum mehrere Kästen. Für korrekte Konten müssen diese Ebenen getrennt, aber bei Bedarf miteinander verknüpft werden.

Typische Merkmale sind Kastentyp, Flaschenformat, Pfandartikel, Voll- oder Leergutstatus, Eigentümer beziehungsweise Poolsystem, Standort und Tauschpartner. Zusätzlich sollte die Software Fremdleergut, beschädigte Kästen und unsortierte Rückgaben unterscheiden.

Wie läuft die digitale Ausgabe und Rücknahme ab?

Bei der Kommissionierung werden Vollgutkästen und die benötigten Paletten der Tour zugeordnet. Beim Kunden erfasst der Fahrer gelieferte Mengen und gleichzeitig zurückgenommene Leergutkästen oder Paletten. Die Buchung enthält Partner, Datum, Tour, Lademitteltyp, Menge und bei Bedarf einen Zustandsvermerk.

Im Wareneingang wird Leergut nach Pool, Kastentyp und Qualität sortiert und dem passenden Lagerbereich zugeordnet. Mengenbasierte Erfassung ist für standardisierte Kisten oft praktikabel einzelne IDs lohnen sich eher bei teuren oder besonders verfolgungsrelevanten Ladungsträgern.

Besonders kritisch sind gemischte Rücknahmen: Bei einer Tour können sortenreine Kästen, Fremdkästen, lose Flaschen und beschädigtes Leergut zusammenkommen. Das mobile Formular muss diese Fälle trennen, statt sie als eine pauschale &bdquoKistenmenge&ldquo zu erfassen. Eine klare Zuordnung von Kastenformat und Pfandartikel verhindert, dass unterschiedliche Gebinde beim Rücktransport oder in der späteren Abrechnung zusammenlaufen. Im Lager kann die Sortierung dann mit den bereits auf Tour dokumentierten Mengen abgeglichen werden.

Warum sind Pfandkonto und Lademittelkonto nicht dasselbe?

Das Pfandkonto bildet finanzielle Ansprüche und Verrechnungen zu pfandpflichtigen Gebinden ab. Ein Lademittelkonto dokumentiert hingegen physische Mengen oder Rückgabeverpflichtungen von Kisten und Paletten. Beide Konten sollten über Belegnummern abstimmbar sein, aber nicht dieselbe Größe darstellen.

Nach Angaben des GDB-Mehrwegsystems fallen auf GDB-Kästen in der Regel 1,50 Euro Pfand und auf GDB-Flaschen üblicherweise 15 Cent an. Diese Werte gelten nicht pauschal für sämtliche Getränkekisten und Flaschen am Markt. Die jeweilige Artikel- und Pfandlogik muss deshalb gepflegt werden.

Wie lassen sich Differenzen und Verluste erkennen?

Ein Mengenbeispiel: An Kunden werden im betrachteten Zeitraum 1.200 Kästen ausgegeben und 960 gleichartige Kästen zurückgenommen. Die Bewegung ergibt einen Netto-Außenstand von 240 Kästen, sofern keine weiteren Korrekturen oder Anfangssalden zu berücksichtigen sind. Dieser Außenstand ist noch kein nachgewiesener Verlust.

Wird für genau diesen Kastentyp beispielhaft ein Pfandsatz von 1,50 Euro verwendet, entspricht der offene Wert rechnerisch 360 Euro. Für die Bewertung zählen jedoch die realen Pfand- und Vertragsbedingungen. Zusätzlich sollten beschädigte, falsche und vermischte Kästen getrennt erscheinen.

Welche Kennzahlen brauchen Getränkelager und Disposition?

Praktisch sind Leergutbestand je Kastentyp, Außenstände je Kunde, Rückgabequote, Zahl der Fremdkästen, Verweildauer, Palettenverfügbarkeit und Anteil beschädigter Ladungsträger. Vor Wochenenden oder Getränkesaisonspitzen zeigt die Reichweite, wie viele Kommissioniertage mit den vorhandenen Kästen und Paletten abgedeckt werden können.

Eine Statusübersicht über voll, leer, gesperrt, auf Tour und extern beim Kunden verhindert, dass dieselbe Kiste gleichzeitig als verfügbar und unterwegs gilt.

Wie lassen sich Getränkekisten mit COSYS verwalten?

Die COSYS Lademittelverwaltung unterstützt die Erfassung von Kisten, Paletten und anderen Mehrwegbehältern. Mit mobilen Geräten werden Mengen und Bewegungen dokumentiert der COSYS WebDesk stellt Partnerkonten und Historien bereit. Über Schnittstellen kann ein Abgleich mit Lager- und Warenwirtschaftssystemen konzipiert werden.

Die COSYS Demo-App bietet einen praktischen Test der Aus- und Rückbuchung. Für Getränkeunternehmen sollte die Einführung mit einer eindeutigen Kasten- und Pfandartikelmatrix sowie verbindlichen Sortierregeln beginnen.

Fazit

Eine digitale Getränke-Mehrwegverwaltung trennt Kisten, Flaschen, Paletten und Pfandwerte konsequent. Werden Lieferung, Rücknahme und Sortierung direkt erfasst, werden Außenstände nachvollziehbar und die Leergutdisposition erhält bessere Planungsdaten.

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