Behältermanagement für Zulieferer
Bestände und Ladungsträger digital verwalten
Zulieferer verwalten täglich zahlreiche Ladungsträger zwischen Produktion, Lager, Kunden und weiteren Standorten. Ein digitales Behältermanagement schafft Transparenz über Bestände, Bewegungen und Salden und erleichtert die Abstimmung mit Geschäftspartnern.
Für Zulieferunternehmen gehören Ladungsträger zum täglichen Materialfluss. Kleinladungsträger, Gitterboxen, Paletten, Rollbehälter und kundenspezifische Behälter transportieren Bauteile und Waren zwischen Zulieferer und Abnehmer. Nach der Anlieferung bleiben die Ladungsträger häufig beim Kunden, bevor sie leer zurückgeführt und erneut eingesetzt werden. Dadurch entstehen zahlreiche Bewegungen, die für eine zuverlässige Bestandsführung dokumentiert werden müssen.
Je größer die Anzahl der Kunden, Lieferanten, Standorte und Behältertypen ist, desto schwieriger wird eine manuelle Verwaltung. Excel-Tabellen, Papierlisten oder einzelne Buchungen in unterschiedlichen Systemen erschweren die Übersicht. Ein digitales Behältermanagement für Zulieferer kann hier für eine strukturierte Erfassung und transparente Bestandsführung sorgen.
Welche Herausforderungen entstehen bei der Behälterverwaltung?
Bei jeder Warenlieferung verändern sich die Bestände der eingesetzten Ladungsträger. Werden beispielsweise 100 Kleinladungsträger mit Bauteilen an einen Kunden geliefert, befinden sich diese zunächst nicht mehr im eigenen Bestand. Erst mit der Rückführung verändert sich der Bestand erneut.
Zusätzlich können Behälter zwischen verschiedenen Produktionsbereichen, Lagern, Kunden und weiteren Standorten bewegt werden. Werden diese Vorgänge nicht zeitnah erfasst, entstehen schnell Differenzen. Für Zulieferer wird dann schwer nachvollziehbar, wo sich bestimmte Behälter befinden oder welche Mengen bei einem Kunden ausstehen.
Behälterbewegungen digital dokumentieren
Eine digitale Erfassung ermöglicht es, Ein- und Ausgänge direkt an den jeweiligen Prozesspunkten zu dokumentieren. Mitarbeiter können Behälter beispielsweise bei der Verladung, beim Wareneingang oder bei der Rückführung erfassen.
Durch die Zuordnung der Buchungen zu Kunden, Lieferanten oder Standorten entsteht eine digitale Bewegungshistorie. So lässt sich später nachvollziehen, wann bestimmte Mengen übergeben oder zurückgenommen wurden.
Mit dem COSYS Behältermanagement können Zulieferer Behälterbewegungen digital über mobile MDE-Geräte oder ein WebTool erfassen. Ergänzend stehen der COSYS WebDesk zur Verfügung. Dadurch lassen sich Bestände, Bewegungen und Behälterkonten zentral verwalten.
Behälterbestände mit Kunden abstimmen
Eine besondere Herausforderung für Zulieferer ist die Abstimmung der eigenen Aufzeichnungen mit den Angaben ihrer Kunden. Unterschiedliche Buchungszeitpunkte oder nicht erfasste Rückführungen können dazu führen, dass die jeweiligen Bestände voneinander abweichen.
Eine nachvollziehbare Bewegungshistorie erleichtert die Klärung solcher Differenzen. Unternehmen können prüfen, welche Behältermengen wann übergeben oder zurückgeführt wurden. Dadurch lassen sich offene Bestände gezielter mit dem jeweiligen Geschäftspartner abstimmen.
Auch die Führung von Behälterkonten kann dabei unterstützen. Für jeden Kunden oder Lieferanten wird nachvollziehbar, welche Mengen bewegt wurden und welcher Saldo daraus entsteht.
WebTool bindet Kunden und Lieferanten ein
Eine Behälterverwaltung muss nicht ausschließlich innerhalb des eigenen Unternehmens stattfinden. Kunden, Lieferanten und weitere Standorte können ebenfalls an den Prozessen beteiligt sein. Dafür können webbasierte Lösungen eine praktische Ergänzung zur mobilen Datenerfassung darstellen.
Das COSYS WebTool ermöglicht Buchungen wie auf dem MDE direkt über den Browser. Kunden, Lieferanten und andere Standorte können dadurch selbst Buchungen vornehmen. Zusätzlich lassen sich über das WebTool Abholaufträge und Bestellungen für Lademittel erfassen.
Schäden und Behälterzustände dokumentieren
Neben der reinen Mengenverwaltung spielt auch der Zustand der Ladungsträger eine Rolle. Behälter können während des Einsatzes beschädigt werden und anschließend möglicherweise nicht mehr für den vorgesehenen Zweck verwendet werden.
Eine digitale Dokumentation kann dabei helfen, Schäden direkt bei der Rücknahme oder Übergabe festzuhalten. Fotos und ergänzende Informationen ermöglichen eine bessere Nachvollziehbarkeit des jeweiligen Vorgangs.
Mit der COSYS Fotodokumentation können Mitarbeiter Schäden an Behältern direkt bei der Erfassung fotografieren und dokumentieren. Die Bilder lassen sich dem jeweiligen Vorgang zuordnen und später über das Backend nachvollziehen.
Behälterhistorie schafft Transparenz
Eine vollständige Behälterhistorie ermöglicht es Zulieferern, Bewegungen über einen längeren Zeitraum nachzuvollziehen. Dabei kann beispielsweise geprüft werden, wann ein Behälter ausgeliefert, zurückgenommen oder an einen anderen Standort bewegt wurde.
Diese Informationen sind insbesondere dann hilfreich, wenn Behälter fehlen oder Bestandsdifferenzen auftreten. Statt verschiedene Listen und Dokumente durchsuchen zu müssen, können die hinterlegten Bewegungsdaten als Grundlage für die Klärung dienen.
Behältermanagement als Teil der Lieferkette
Die Verwaltung von Ladungsträgern endet nicht am eigenen Werkstor. Behälter bewegen sich entlang der gesamten Lieferkette und sind dabei häufig an mehreren Stationen im Einsatz. Für Zulieferer bedeutet dies, dass eine zuverlässige Bestandsführung auch die Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und weiteren Standorten berücksichtigen muss.
Ein strukturiertes Behältermanagement schafft dafür eine gemeinsame Datengrundlage. Bewegungen werden nachvollziehbar dokumentiert, Bestände können regelmäßig abgestimmt und offene Mengen schneller identifiziert werden. Dadurch wird die Verwaltung von Ladungsträgern zu einem transparenten Bestandteil der gesamten Lieferkette.




