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Wie viele Inventurscanner braucht eine Modefiliale, und wann lohnt sich das Mieten?

So berechnen Modehändler den tatsächlichen Gerätebedarf für die Stichtagsinventur und vermeiden mit Mietscannern unnötige Kosten, Engpässe und Verzögerungen am Zähltag.

Die Zahl der Geräte entscheidet in der Jahresinventur darüber, ob eine Modefiliale an einem Abend fertig wird oder am nächsten Morgen mit halb gezählten Rundständern öffnet. Trotzdem wird sie oft geschätzt: Man bestellt so viele Scanner wie im Vorjahr oder so viele, wie Mitarbeitende eingeplant sind. Seit Oktober laufen die Anfragen für Dezember und Januar, und wer jetzt rechnet statt schätzt, vermeidet beide typischen Fehler, nämlich Wartezeiten am Zähltag und bezahlte Geräte, die ungenutzt in der Ladeschale stehen.

Inventurscanner mieten
Inventurscanner mieten: Gerätebedarf für die Stichtagsinventur in Modefilialen richtig planen

Die kurze Antwort lautet: Die Gerätezahl ergibt sich aus der Stückzahl im Haus, dem realistischen Zähltempo des eigenen Teams und dem Zeitfenster, das die Filiale zur Verfügung hat, plus einer kleinen Reserve. Mieten lohnt sich immer dann, wenn dieser Bedarf nur an wenigen Tagen im Jahr entsteht. Für den Betrieb bedeutet das planbare Zählzeiten, weniger Überstunden und einen Bestand, der am nächsten Verkaufstag stimmt.

Warum die Kopfzahl des Teams die falsche Rechengröße ist

In einer Modefiliale zählt selten das ganze Team gleichzeitig. Ein Teil räumt Kabinen und Rückhängeware auf, jemand betreut das Lager, die Filialleitung klärt Rückfragen und prüft Bereiche. Wer pro Kopf ein Gerät bestellt, zahlt deshalb für Scanner, die niemand in der Hand hat.

Der umgekehrte Fehler kostet mehr. Wenn zwei Personen sich ein Gerät teilen und eine ansagt, während die andere scannt, halbiert sich die Zählleistung, und bei Hängeware mit Größen und Farben steigt die Verwechslungsgefahr. Sinnvoller ist es, von der Ware auszugehen und erst danach zu fragen, wie viele Hände gleichzeitig scannen können.

Wie sich der Bedarf aus Stückzahl, Tempo und Zeitfenster ergibt

Die Rechnung hat drei Größen. Die erste ist die erwartete Stückzahl, die sich aus dem Buchbestand der Warenwirtschaft ablesen lässt, getrennt nach Verkaufsfläche und Lager. Die zweite ist das Zeitfenster, also die Stunden zwischen Ladenschluss und dem Zeitpunkt, an dem die Filiale wieder verkaufsbereit sein soll.

Die dritte Größe ist das Zähltempo, und hier sollte keine Branchenzahl übernommen werden. Hängende Oberbekleidung mit gut sichtbarem Etikett scannt sich deutlich schneller als gestapelte Strickware, Wäsche in Schubladen oder Accessoires an Haken. Ein Probelauf von 20 Minuten an zwei unterschiedlichen Warenträgern liefert das eigene Tempo pro Person und Stunde. Stückzahl geteilt durch dieses Tempo und durch die verfügbaren Stunden ergibt die Zahl der Geräte, die gleichzeitig laufen müssen.

Dazu kommt eine Reserve für Ausfälle und Nachzählungen. Bei kleinen Filialen genügt meist ein zusätzliches Gerät, in größeren Häusern hat sich eine Reserve bewährt, die mit der Gerätezahl wächst. Ebenso wichtig sind Ladeplätze oder Wechselakkus, wenn das Zeitfenster länger ist als eine Akkuladung im Dauerscan.

Wann Mieten sinnvoller ist als Kaufen

Gekaufte Geräte rechnen sich, wenn sie das ganze Jahr arbeiten, etwa im Wareneingang, bei Umlagerungen oder beim Etikettendruck. Eine Modefiliale, die im Alltag mit zwei Geräten auskommt, braucht zur Stichtagsinventur aber ein Mehrfaches davon. Diese Spitze für wenige Tage zu kaufen, bindet Kapital in Geräten, die elf Monate lang altern, Updates brauchen und geladen werden müssen.

Mietgeräte decken genau diese Spitze ab. Entscheidend ist, was mitgeliefert wird: Sind die Geräte bereits mit der Inventur App eingerichtet, sind Ladeschalen dabei, und wer hilft, wenn am Zählabend ein Gerät nicht synchronisiert? COSYS verbindet die COSYS Inventursoftware mit Leihgeräten aus dem eigenen Gerätepool, sodass App, Gerät und Auswertung im COSYS WebDesk aus einer Hand kommen. Zum aktuellen Geräteportfolio gehört unter anderem der Zebra TC22, ein Android-Gerät mit integriertem 2D-Scanner, das im Modehandel auch nach der Inventur für Wareneingang oder Umlagerung eingesetzt werden kann. Welche Modelle zum gewünschten Termin im Mietpool verfügbar sind, klärt sich bei der Anfrage.

Welche Fehler bei der Gerätebestellung am häufigsten sind

Der häufigste Fehler ist der späte Zeitpunkt. Viele Händler zählen rund um den Jahreswechsel, und wer erst im Dezember anfragt, muss nehmen, was noch frei ist. Eine Reservierung im Oktober oder November lässt außerdem Zeit für einen Testlauf mit den eigenen Stammdaten.

Der zweite Fehler betrifft das Zeitfenster. Wer mit der vollen Nacht rechnet, aber erst nach dem Aufräumen der Kabinen beginnt, hat real zwei Stunden weniger. Der dritte Fehler ist fehlende Trennung zwischen Fläche und Lager: Kartonware im Lager braucht ein anderes Tempo als Hängeware und sollte eigene Zählteams und damit eigene Geräte bekommen.

Fazit

Die richtige Gerätezahl ist das Ergebnis einer kurzen Rechnung und keiner Gewohnheit. Stückzahl, eigenes Zähltempo und reales Zeitfenster ergeben den Bedarf, eine Reserve sichert den Abend ab. Für Modefilialen mit wenigen Geräten im Alltag ist die Miete zur Stichtagsinventur in der Regel der wirtschaftlichere Weg, sofern rechtzeitig reservierte Geräte fertig eingerichtet ankommen. Wer zusätzlich prüft, welche Prozesse die Geräte nach der Inventur übernehmen könnten, erhält eine belastbare Grundlage für die spätere Kaufentscheidung.

Tipp

Nutzen Sie mobile Datenerfassung, um Inventurdifferenzen zu bekämpfen. Unsere Inventursoftware und MDE-Geräte minimieren Zählfehler und liefern Echtzeitdaten für eine präzise Verlustanalyse. So wandeln Sie die Inventur von einer Pflicht in ein Werkzeug zur strategischen Kontrolle und Prävention.



FAQ



Für kleine Sortimente ist das möglich, weil die Inventur App auch auf Smartphones läuft. Bei mehreren tausend Scans pro Abend sind MDE-Geräte mit eigener Scan-Engine und robusterem Akku im Vorteil.

Einige Tage Vorlauf sind sinnvoll, damit Geräte geladen und ein kurzer Testscan durchgeführt werden können. Der genaue Liefertermin wird bei der Reservierung vereinbart.

Nicht zwingend. Wenn die Filialen an unterschiedlichen Tagen zählen, kann ein Gerätesatz nacheinander wandern, sofern Transport und Ladezeit eingeplant sind.

Dafür ist die Reserve gedacht. Bereits erfasste Daten sollten regelmäßig synchronisiert werden, damit bei einem Gerätewechsel kein Zählbereich wiederholt werden muss.

Eine kurze Einweisung vor Beginn genügt in der Regel, weil die Erfassung aus Bereich wählen, scannen und Menge bestätigen besteht. Hilfreich ist eine Person pro Filiale, die Rückfragen beantwortet.

Die exakte Formel setzt sich aus drei zentralen Kennzahlen zusammen: dem erwarteten Buchbestand (getrennt nach Verkaufsfläche und Lager), dem real verfügbaren Zeitfenster bis zur Wiedereröffnung sowie dem individuellen Zähltempo. Zur Ermittlung des Tempos empfiehlt sich ein zwanzigminütiger Testlauf an verschiedenen Warenträgern. Die Stückzahl geteilt durch das Tempo pro Stunde und die verfügbaren Stunden ergibt die erforderliche Anzahl an Erfassungsgeräten zuzüglich einer Sicherheitsreserve.

Auf der Verkaufsfläche erfordern hängende Textilien mit frei sichtbaren Barcodes einen völlig anderen Scanrhythmus als gefaltete Strickwaren oder Kartonware im Lager. Durch die organisatorische und personelle Trennung beider Bereiche lassen sich realistische Zeitfenster definieren, Engpässe vermeiden und Teams mit der jeweils optimalen Gerätezahl ausstatten.

COSYS liefert Hard- und Software als einsatzbereite Gesamtlösung aus einer Hand. Die mobilen MDE-Geräte treffen vollständig vorinstalliert mit der COSYS Inventur App beim Kunden ein, ergänzt um passende Ladeschalen und Wechselakkus. Gleichzeitig sorgt die zentrale Anbindung an den browserbasierten COSYS WebDesk für permanente Transparenz und eine zügige Datenrückführung in das führende Warenwirtschaftssystem.

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