Leerfahrten im innerbetrieblichen Transport reduzieren: Die wichtigsten Maßnahmen
Mit digitaler Disposition, Rücktransporten und Tourenbündelung die Auslastung verbessern
Leerfahrten entstehen, wenn Fahrzeuge ohne nutzbare Ladung zwischen Lager, Produktion und Übergabepunkten verkehren. Digitale Transportaufträge und eine koordinierte Tourenplanung helfen, passende Hin- und Rückfahrten zu kombinieren und unnötige Wege sichtbar zu machen.
Der Stapler liefert Bauteile in die Fertigung und fährt leer ins Lager zurück. Gleichzeitig wartet am Zielort Leergut auf Abholung. Werden diese Bedarfe getrennt organisiert, entstehen vermeidbare Strecken, Zeitverluste und zusätzliche Fahrzeugbewegungen.
Was gilt als Leerfahrt in der Werkslogistik?
Eine Leerfahrt ist ein Fahrabschnitt ohne transportierte Nutzlast. Sie ist nicht in jedem Fall vermeidbar: Sicherheitsvorgaben, Einbahnwege, Zeitdruck oder fehlende passende Ladung können einen leeren Rückweg erforderlich machen. Ziel einer Optimierung ist daher nicht &bdquonull Leerfahrten&ldquo, sondern ein sinnvoller Anteil produktiver Fahrten bei gleichzeitig zuverlässiger Materialversorgung.
Warum entstehen unnötige Rückwege?
Häufig fehlen Transparenz über offene Abholaufträge und eine gemeinsame Sicht auf alle Transportmittel. Produktionsmitarbeitende melden Leergut separat, während die Lagerlogistik ihre Nachschubfahrten auf Zuruf plant. Weitere Ursachen sind unvollständige Auftragsdaten, starre Zuständigkeiten und Transporte ohne definierte Zeitfenster.
- Hin- und Rücktransport werden in verschiedenen Listen geplant.
- Dringende Einzelaufträge verdrängen bündelbare Standardtransporte.
- Freie Fahrzeugkapazitäten bleiben der Disposition unbekannt.
- Leergut wird erst gemeldet, wenn die Rückfahrt bereits begonnen hat.
Wie lassen sich Leerfahrten konkret reduzieren?
Entscheidend ist die gemeinsame Planung von Liefer- und Abholbedarf. Eine Disposition kann mehrere Aufträge zu einer Tour bündeln, Stationen sinnvoll sortieren und bei einer Auslieferung passende Behälter, Retouren oder Fertigteile für den Rückweg einplanen. Wiederkehrende Materialversorgungen eignen sich für feste Tourvorlagen spontane Aufträge werden je nach Priorität eingeschoben.
Auch die Arbeit mit Zeitfenstern hilft: Muss ein Fertigungsbereich stündlich versorgt werden, lassen sich nicht dringende Kleinaufträge sammeln. Bei kritischem Fehlmaterial hat die Versorgungssicherheit jedoch Vorrang vor der maximalen Auslastung.
Welche Daten braucht die Disposition für bessere Touren?
Für jeden Transport werden Quelle, Ziel, spätester Liefertermin, Ladungsträger, Menge, Gewicht beziehungsweise Volumen und mögliche Transportmittel benötigt. Hinzu kommen der aktuelle Auftragsstatus sowie Regeln für zusammenladbare Güter. Ohne diese Informationen kann eine vermeintlich kurze Route zu Überladung oder zusätzlichen Umladevorgängen führen.
Welche KPIs zeigen, ob die Leerfahrten sinken?
Eine belastbare Auswertung sollte die Anzahl der Leerfahrten immer mit dem Gesamttransportvolumen und den zurückgelegten Strecken in Beziehung setzen.
Kennzahl | Berechnung oder Zweck |
Leerfahrtenquote | Leere Fahrabschnitte / alle Fahrabschnitte × 100 |
Auslastungsgrad | Genutzte / verfügbare Transportkapazität |
Weg je Auftrag | Gefahrene Meter oder Minuten / erledigte Aufträge |
Beispielrechnung, keine COSYS-Erfolgsstatistik: Bei 40 Fahrabschnitten sind 14 leer &ndash die Quote liegt bei 35 %. Kann der Betrieb durch kombinierte Rücktransporte sieben dieser Abschnitte produktiv nutzen, sinkt die Quote bei unverändert 40 Abschnitten auf 17,5 %. Die tatsächliche Einsparung an Strecke muss separat gemessen werden.
Was können Routenzüge, Stapler und AMR beitragen?
Routenzüge passen zu wiederkehrenden, gebündelten Bedarfen. Stapler sind flexibel für Sondertransporte, während autonome mobile Roboter bei standardisierten Wegen eingesetzt werden können. Welches Transportmittel sinnvoll ist, hängt von Nutzlast, Hallenlayout, Übergabepunkten und Sicherheitskonzept ab. Eine Software ersetzt diese Betriebsplanung nicht, liefert aber die Auftrags- und Leistungsdaten.
Wie hilft COSYS, Rückfahrten und Aufträge zu koordinieren?
Im COSYS WebDesk lassen sich Transportaufträge zentral priorisieren, Touren zuordnen und wiederkehrende Transporte als Serienaufträge oder Tourvorlagen abbilden. Mobile Statusmeldungen helfen zu erkennen, welche Aufträge erledigt sind und an welchen Stationen Rücktransporte anstehen. Der Hersteller beschreibt zudem Möglichkeiten zur Fahrzeug- und Fahrerzuweisung sowie zur Einbindung von AMR. Ob und wie Touren automatisch optimiert werden, sollte im konkreten Projekt geprüft werden.
Eine Produktdemo kann mit einem eigenen Hin- und Rückfahrtszenario angefragt werden: Material aus Lager A in Halle B liefern, Leergut übernehmen und zur nächsten Station transportieren.
COSYS: Innerbetriebliche Transporte digital disponieren
COSYS: Transportleitsystem für die Werkslogistik
Fazit
Leerfahrten sinken vor allem dann, wenn alle Transportbedarfe rechtzeitig und zentral sichtbar sind. Auftragsbündelung, geregelte Rücknahmen und messbare Auslastung bringen mehr als spontane Einzelanweisungen. COSYS stellt dafür Disposition, mobile Rückmeldungen und Auswertungsdaten bereit welche Einsparung entsteht, zeigt erst der Vergleich realer Betriebskennzahlen.
Mehr zum Thema Lademittelverwaltung können Sie hier nachlesen!
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