LogiMAT 2026: Daten als wichtige Ressource
Warum Prozessdaten, IoT und Data Analytics die Intralogistik grundlegend verändern.
Lange Zeit galt Lagerfläche als eine der wichtigsten Ressourcen der Logistik. Heute verschiebt sich dieser Fokus zunehmend. In modernen Logistikzentren wird eine andere Ressource immer entscheidender: Daten. Jede Warenbewegung, jeder Scanvorgang und jeder Transport innerhalb eines Lagers erzeugt wertvolle Informationen über Prozesse, Bestände und Materialflüsse.
2026-03-13Auf der LogiMAT 2026 in Stuttgart wird genau dieses Thema eine zentrale Rolle spielen. Unternehmen erkennen zunehmend, dass nicht nur Automatisierung oder Robotik entscheidend sind, sondern vor allem die Fähigkeit, logistische Daten systematisch zu erfassen und auszuwerten. Wer seine Prozesse versteht, kann sie gezielt verbessern. Daten werden damit zum strategischen Fundament moderner Intralogistik.
Prozessdaten schaffen Transparenz im Lager
In vielen Lagern entstehen bereits heute enorme Mengen an Prozessdaten. Jeder Barcode-Scan, jede Einlagerung und jede Kommissionierbewegung liefert Informationen über den Ablauf logistischer Prozesse. Diese Daten zeigen beispielsweise, wie lange einzelne Arbeitsschritte dauern, welche Wege Mitarbeiter im Lager zurücklegen oder wo Engpässe im Materialfluss entstehen.
Ohne strukturierte Auswertung bleiben diese Informationen jedoch ungenutzt. Erst wenn Prozessdaten systematisch analysiert werden, lassen sich daraus konkrete Optimierungsmaßnahmen ableiten. Unternehmen können so ineffiziente Abläufe identifizieren, Lagerstrukturen anpassen oder Kommissionierprozesse verbessern.
Gerade in großen Logistikzentren entsteht dadurch ein deutlich präziseres Bild über die tatsächliche Leistungsfähigkeit der eigenen Intralogistik.
Data Analytics verändert die Steuerung der Intralogistik
Moderne Data Analytics Lösungen ermöglichen es, logistische Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen und auszuwerten. Neben klassischen Lagerverwaltungssystemen können dabei auch Informationen aus mobilen Datenerfassungsgeräten, Transportrobotern oder Förderanlagen einfließen.
Durch diese ganzheitliche Analyse lassen sich beispielsweise Muster im Materialfluss erkennen oder Prozessabweichungen frühzeitig identifizieren. Unternehmen können so schneller auf Veränderungen reagieren und ihre Lagerprozesse dynamisch anpassen.
Statt Entscheidungen ausschließlich auf Erfahrungswerte zu stützen, entsteht eine datenbasierte Grundlage für strategische und operative Optimierungen im Lager.
Digitale Zwillinge simulieren Lagerprozesse
Ein besonders spannender Ansatz, der auf der LogiMAT zunehmend diskutiert wird, sind sogenannte digitale Zwillinge. Dabei handelt es sich um digitale Abbilder realer Logistiksysteme, die auf aktuellen Prozessdaten basieren.
Mit einem digitalen Zwilling können Unternehmen beispielsweise simulieren, wie sich Veränderungen im Lagerlayout oder im Materialfluss auf die Gesamtleistung des Systems auswirken würden. Auch Erweiterungen von Lagerflächen oder neue Automatisierungslösungen lassen sich so im Vorfeld analysieren.
Diese Simulationen helfen dabei, Investitionsentscheidungen fundierter zu treffen und Risiken bei der Planung neuer Logistikstrukturen zu reduzieren.
IoT-Sensorik erweitert die Datengrundlage
Neben klassischen Datenerfassungsmethoden gewinnt auch IoT-Sensorik zunehmend an Bedeutung. Sensoren können beispielsweise Positionen von Transportmitteln erfassen, Bewegungen innerhalb des Lagers verfolgen oder Umweltbedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit überwachen.
Dadurch entstehen zusätzliche Datenquellen, die das Verständnis logistischer Prozesse weiter verbessern. In Kombination mit Trackinglösungen lassen sich beispielsweise Materialbewegungen innerhalb eines Lagers nahezu in Echtzeit nachvollziehen.
Besonders in komplexen Logistikumgebungen ermöglicht diese Sensorik eine deutlich präzisere Steuerung des gesamten Materialflusses.
Daten als Grundlage für automatisierte Prozesse
Die zunehmende Verfügbarkeit logistischer Daten bildet auch die Basis für viele Automatisierungstechnologien. Autonome Transportroboter, intelligente Lagerverwaltungssysteme oder KI-basierte Analysen benötigen zuverlässige Prozessdaten, um effizient arbeiten zu können.
Ohne eine saubere Datengrundlage bleiben viele dieser Technologien deutlich unter ihren Möglichkeiten. Unternehmen, die ihre Datenstruktur frühzeitig modernisieren, schaffen daher die Voraussetzung für zukünftige Automatisierungsprojekte.
Die LogiMAT 2026 wird deutlich zeigen, dass Daten längst nicht mehr nur ein Nebenprodukt logistischer Prozesse sind, sondern zu einem zentralen Steuerungsinstrument moderner Lager werden.
Mit der COSYS Intralogistik Plattform lassen sich Prozessdaten aus Lagerprozessen, mobilen Datenerfassungsgeräten und Trackinglösungen zentral zusammenführen. Das integrierte COSYS Data Warehouse ermöglicht eine umfassende Prozessanalyse, während Inhouse Tracking Lösungen Materialbewegungen im Lager transparent machen. So entsteht eine datenbasierte Grundlage für effizientere und besser steuerbare Intralogistik.
FAQ
Prozessdaten ermöglichen es Unternehmen, Lagerabläufe zu analysieren, Engpässe zu erkennen und Prozesse gezielt zu optimieren.
Data Analytics beschreibt die systematische Auswertung logistischer Daten, um Muster, Abweichungen und Optimierungspotenziale in Prozessen zu erkennen.
Ein digitaler Zwilling ist ein virtuelles Abbild eines realen Logistiksystems, mit dem sich Prozesse simulieren und Optimierungen testen lassen.
IoT-Sensoren liefern zusätzliche Daten über Bewegungen, Positionen oder Umweltbedingungen und ermöglichen eine präzisere Steuerung logistischer Prozesse.
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