Welche Zebra MDE-Geräte eignen sich für Inventuren?
So finden Unternehmen das passende Zebra MDE für ihre Inventur.
Welches Zebra MDE eignet sich am besten für eine Inventur? Eine pauschale Modellantwort gibt es darauf nicht. Ein kleiner Betrieb mit überschaubarem Materiallager benötigt eine andere Geräteklasse als ein Einzelhändler, dessen Mitarbeiter mehrere Stunden durch Verkaufsfläche und Lager zählen. In einer großen Lagerhalle kommen wiederum Faktoren wie Robustheit und Scanreichweite hinzu.
2026-10-05Zebra bietet dafür unterschiedliche MDE-Serien. TC22, TC501 und MC3400 sind Beispiele für Geräte, die unterschiedliche Anforderungen abdecken. Sie stellen jedoch keine abschließende Auswahl dar. Auch andere Zebra MDE-Geräte können für Inventuren eingesetzt werden, wenn Scanengine, Bauform, Betriebssystem und Leistungsfähigkeit zum jeweiligen Inventurprozess passen.
Kleine Unternehmen profitieren von kompakten MDE-Geräten
Für kleinere Unternehmen steht bei der Inventur häufig eine unkomplizierte und wirtschaftliche Datenerfassung im Vordergrund. Die Mitarbeiter zählen beispielsweise Artikel in einem kleinen Lager, Ersatzteile, Betriebsmittel oder Warenbestände. Große Scanentfernungen und besonders robuste Warehouse-Hardware sind dafür häufig nicht erforderlich.
Ein mögliches Gerät für dieses Einsatzprofil ist der Zebra TC22. Das Full-Touch-MDE besitzt ein 6 Zoll großes Full-HD+-Display und wiegt mit Standardakku rund 236 Gramm. Zebra bietet das Gerät mit integrierter Scanengine für Standardreichweiten sowie einer Variante mit erweiterter Reichweite an.
Damit verbindet der TC22 eine Smartphone-ähnliche Bedienung mit professioneller Barcodeerfassung. Das kann gerade dann interessant sein, wenn eigene Mitarbeiter nur zur Inventur mit dem Gerät arbeiten und sich schnell mit der Bedienung zurechtfinden sollen.
Im Einzelhandel ist ein handliches Gerät für lange Zähltage gefragt
Bei Inventuren im Einzelhandel wird das MDE über längere Zeit permanent mitgeführt. Mitarbeiter bewegen sich zwischen Regalen, erfassen Artikel und geben gezählte Mengen direkt über die Inventursoftware ein. Neben zuverlässiger Barcodeerfassung spielen deshalb Ergonomie, Displaygröße und komfortable Bedienung eine wichtige Rolle.
Für dieses Szenario ist beispielsweise der aktuelle Zebra TC501 interessant. Das Modell gehört zur neuen Generation der TC5 Serie und ist als professionelles Full-Touch-MDE für mobile Arbeitsprozesse ausgelegt. Zebra führt den TC501 aktuell mit Android 15 und einer vorgesehenen Unterstützung bis Android 19.
Damit eignet sich ein solches Gerät nicht nur für die jährliche Inventur. Gerade im Einzelhandel kann dieselbe Hardware anschließend für weitere mobile Prozesse eingesetzt werden. Das verbessert die Auslastung der Geräte und kann einen Kauf gegenüber einer reinen Inventurmiete interessanter machen.
In großen Lagerhallen entscheidet die benötigte Scanreichweite mit
In einer großen Lagerhalle verändern sich die Anforderungen. Barcodes befinden sich nicht ausschließlich direkt am Artikel. Auch Lagerplätze, Paletten und Kennzeichnungen in höheren Regalebenen können Bestandteil der Inventur sein.
Hier bietet sich beispielsweise der Zebra MC3400 an. Sie wurde für Warehouse und Manufacturing Anwendungen entwickelt und ist sowohl als Straight Shooter als auch mit Pistolengriff erhältlich. Besonders interessant für die Inventur ist die Auswahl zwischen vier Scanengines.
Die SE4710 ist für typische Scanentfernungen ausgelegt. Die SE4770 erweitert den Arbeitsbereich. Mit der SE55 Advanced Range lassen sich geeignete Barcodes abhängig von Größe und Qualität aus Entfernungen von bis zu 12,2 Metern erfassen. Die SE58 Extended Range erreicht bei entsprechend geeigneten Barcodes sogar mehr als 30 Meter.
Damit kann die MC3400 Serie besonders interessant werden, wenn während der Inventur Barcodes in Hochregalen oder aus größeren Entfernungen erfasst werden müssen. Ein Long Range Modell ist jedoch nicht automatisch die bessere Wahl. Sind sämtliche Codes aus kurzer Entfernung erreichbar, kann eine Standard Range Konfiguration vollkommen ausreichen.
Das Einsatzprofil ist wichtiger als der Modellname
Die drei Geräte zeigen, wie unterschiedlich die Auswahl ausfallen kann. Ein kompakter TC22 kann für eine kleinere Inventur vollkommen ausreichend sein. Im Einzelhandel bietet sich mit dem TC501 eine aktuelle Full-Touch-Plattform für Inventur und weitere mobile Prozesse an. In großen und anspruchsvollen Lagerumgebungen bietet die MC3400 Serie dagegen deutlich mehr Möglichkeiten bei Bauform und Scanreichweite.
Die Auswahl sollte deshalb immer vom Inventurprozess ausgehen und nicht vom Modellnamen. Entscheidend sind unter anderem Anzahl und Zustand der Barcodes, typische Scanentfernung, Dauer der Inventur, Arbeitsumgebung und die Frage, ob das MDE ausschließlich zur Inventur oder anschließend für weitere Prozesse eingesetzt wird.
Vorkonfigurierte Geräte reduzieren den Aufwand für die interne IT
Bei mehreren Inventurgeräten entsteht vor dem Stichtag zusätzlicher IT-Aufwand. Anwendungen müssen installiert, Einstellungen vorgenommen und Geräte für den vorgesehenen Einsatz vorbereitet werden.
Bei COSYS erhalten Unternehmen Zebra MDE-Geräte passend zu ihrem Einsatzbereich. Die Hardware kann auf Wunsch bereits vorkonfiguriert und für den vorgesehenen Prozess vorbereitet ausgeliefert werden. Dadurch können Mitarbeiter mit einer einheitlich eingerichteten Geräteflotte in die Inventur starten, ohne dass die interne IT jedes MDE einzeln vorbereiten muss.
Mit dem COSYS Inventurservice lässt sich die Inventur passend zum eigenen Bedarf mit Software, MDE-Geräten und Support ausstatten. Ergänzend übernimmt COSYS mit den MDE-Services auf Wunsch die Vorbereitung der Geräte, während das COSYS MDM eine zentrale Verwaltung und Konfiguration der eingesetzten MDE-Geräte ermöglicht.
FAQ
Bei größeren Stückzahlen empfiehlt sich eine frühzeitige Planung. Das gilt besonders bei Mietgeräten, da der Bedarf rund um typische Inventurzeiträume deutlich steigen kann.
Das hängt von Einsatzdauer und Geräteanzahl ab. Relevant können beispielsweise Ladestationen, Ersatzakkus, Schutzzubehör oder Tragehilfen sein. Bei langen Inventurtagen sollte insbesondere das Ladekonzept vorab feststehen.
Eine einheitliche Geräteflotte kann Einweisung, Support und Gerätetausch vereinfachen. Technisch können jedoch auch verschiedene kompatible Modelle gemeinsam eingesetzt werden, sofern die Inventursoftware darauf zuverlässig funktioniert.
Neben der Software sollten reale Artikel und Lagerplatzbarcodes getestet werden. Zusätzlich sind Akkulaufzeit, WLAN beziehungsweise Offlinebetrieb und der vollständige Ablauf von der Anmeldung bis zur abgeschlossenen Zählung relevant.
Professionelle MDE-Geräte können abhängig von der eingesetzten Software auch für andere mobile Prozesse genutzt werden, etwa Wareneingang, Umlagerungen, Kommissionierung oder Bestandskontrollen. Dadurch kann sich die Hardware über die Inventur hinaus nutzen lassen.
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