Die Entscheidung für die passende Hardware in der mobilen Datenerfassung ist für Unternehmen eine strategische Weichenstellung, die über Jahre hinweg die Effizienz der operativen Abläufe bestimmt. Mit der Einführung des Zebra TC701 steht der Markt vor der Frage, ob sich der Wechsel von den bisherigen Flaggschiffen TC73 und TC78 auf die neueste Generation lohnt. Während die Modelle TC73 und TC78 bereits hohe Standards in puncto Robustheit und Ergonomie gesetzt haben, markiert das TC701 eine fundamentale Neuausrichtung. Der Fokus verschiebt sich hierbei weg von der reinen Datenerfassung hin zu einer mobilen Rechenstation, die speziell für die Anforderungen der künstlichen Intelligenz entwickelt wurde.
Die Architektur der Leistungsfähigkeit
Ein Blick unter das Gehäuse offenbart den signifikantesten Unterschied zwischen den Gerätegenerationen. Während der TC73 und sein Mobilfunk-Pendant TC78 auf soliden Prozessoren basieren, die für gängige Logistikanwendungen optimiert sind, nutzt das TC701 den Qualcomm Dragonwing Q-6690. Dieser Prozessor bietet eine Leistungssteigerung von fast 300 Prozent im Vergleich zu den Vorgängermodellen. Für den Anwender bedeutet dies nicht nur eine schnellere Reaktion der Benutzeroberfläche, sondern die Fähigkeit, hochkomplexe Aufgaben direkt auf dem Gerät zu lösen. Während der TC78 bei rechenintensiven KI-Anwendungen oder simultanen Video-Analysen an seine Grenzen stoßen könnte, wurde das TC701 exakt für diese Szenarien entworfen. Auch beim Arbeitsspeicher setzt sich das neue Modell mit bis zu 12 GB RAM deutlich ab, wohingegen die älteren Modelle meist im Bereich von 8 GB operieren. Dies macht das TC701 zur sichereren Wahl für Unternehmen, die ihre Softwarelandschaft in den nächsten fünf bis acht Jahren modernisieren möchten.
Visuelle Kommunikation und Displaytechnologie
In der täglichen Nutzung ist das Display die wichtigste Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Hier vollzieht Zebra mit dem TC701 einen technologischen Sprung von der klassischen LCD-Technik hin zur AMOLED-Technologie. Die Vorgänger TC73 und TC78 verfügen über sehr gute Displays, erreichen jedoch nicht die Brillanz und Effizienz des neuen 6-Zoll-Panels. Die Helligkeit von 1500 Nits beim TC701 stellt sicher, dass Informationen selbst bei extremer Sonneneinstrahlung ohne Anstrengung für die Augen ablesbar sind. Ein weiterer Vorteil der AMOLED-Technik ist die Energieersparnis bei dunklen Bildschirminhalten, da schwarze Pixel keinen Strom verbrauchen. Zudem kommt im TC701 das modernere Gorilla Glass Victus zum Einsatz, welches die Widerstandsfähigkeit gegenüber den bereits sehr robusten TC73-Modellen nochmals steigert. Wer viel im Außeneinsatz oder in hell erleuchteten Verladezonen arbeitet, wird den Unterschied in der Ablesbarkeit und Haltbarkeit sofort bemerken.
Konnektivität und Erfassungstechnologien
Die Vernetzung spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunftsfähigkeit eines mobilen Computers. Der TC78 war einer der ersten, der 5G flächendeckend in die TC7-Serie brachte. Das TC701 geht jedoch mehrere Schritte weiter, indem es Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 unterstützt. Diese Standards bieten nicht nur höhere Geschwindigkeiten, sondern vor allem eine stabilere Verbindung in Umgebungen mit sehr vielen Funkteilnehmern. Ein wesentlicher technologischer Mehrwert des TC701 ist zudem die standardmäßige Integration von Kurzstrecken-UHF-RFID. Während Nutzer des TC73 oder TC78 oft auf zusätzliche Aufsteckmodule angewiesen sind, um RFID-Tags zu lesen, ist diese Funktion im TC701 bereits fest verbaut. Auch bei der Sensorik bietet das neue Modell durch den Time-of-Flight-Sensor und die 50-Megapixel-Kamera deutlich detailliertere Daten für Dokumentationszwecke oder Volumenmessungen, als dies mit der 16-Megapixel-Optik der Vorgänger möglich war.
Mechanische Widerstandsfähigkeit im direkten Vergleich
Beide Generationen gehören zur Ultra-Rugged-Klasse, doch das TC701 verschiebt die Grenzen des physisch Machbaren. Während der TC73 für Stürze aus 3,05 Metern zertifiziert ist, garantiert das TC701 die Funktionsfähigkeit nach Stürzen aus bis zu 3,66 Metern auf Beton. Diese Differenz mag gering erscheinen, kann jedoch in industriellen Umgebungen mit hohen Regalen oder auf Baustellen den entscheidenden Unterschied zwischen einem defekten Gerät und einem produktiven Arbeitstag ausmachen. Die verbesserte Resistenz gegen Temperaturschocks macht das TC701 zudem zum idealen Begleiter für Kühlhauslogistiker oder Zusteller, die ständig zwischen verschiedenen Klimazonen wechseln müssen.
Fazit: Welches Gerät ist die richtige Wahl?
Die Entscheidung zwischen diesen Geräten hängt maßgeblich vom geplanten Einsatzzeitraum und der Komplexität der Software ab. Der TC73 und der TC78 bleiben hervorragende Arbeitsgeräte für Unternehmen, die klassische Scan-Aufgaben und Standard-Anwendungen in einer robusten Umgebung ausführen möchten. Sie sind bewährt und für viele aktuelle Workflows absolut ausreichend. Wenn jedoch die Digitalisierungsstrategie des Unternehmens den Einsatz von künstlicher Intelligenz, Augmented Reality oder hochpräziser 3D-Vermessung vorsieht, führt kein Weg am TC701 vorbei. Es bietet die notwendigen Leistungsreserven und die modernere Sensorik, um auch in vielen Jahren noch mit den Anforderungen der Software-Entwicklung Schritt zu halten. Das TC701 ist somit die Investition in die Zukunft, während die TC73-Serie die solide Lösung für die Herausforderungen der Gegenwart darstellt.
Bei der Auswahl zwischen den Zebra TC701 und dem Zebra TC73/78 unterstützt Sie COSYS mit umfassender Expertise.
Häufig gestellte Fragen zum Zebra TC701
Der bedeutendste Unterschied liegt in der Prozessorleistung und der KI-Optimierung. Das TC701 nutzt den Qualcomm Dragonwing Q-6690, der eine fast 300 % höhere Performance bietet als die Vorgängermodelle. Zudem verfügt das TC701 über ein AMOLED-Display anstelle der bisherigen LCD-Technik und bietet mit Wi-Fi 7 sowie Bluetooth 6.0 modernere Funkstandards.
Ja, das TC701 setzt neue Maßstäbe bei der Widerstandsfähigkeit. Während die Modelle TC73 und TC78 Stürze aus etwa 3 Metern Höhe überstehen, ist das TC701 für Stürze aus bis zu 3,66 Metern auf Beton zertifiziert. Zudem wurde die Resistenz gegen thermische Schocks verbessert, was es ideal für den Wechsel zwischen extremen Temperaturen macht.
Zebra achtet in der Regel auf eine hohe Abwärtskompatibilität innerhalb einer Serie. Da das TC701 jedoch ein neues Gehäusedesign und verbesserte Anschlüsse besitzt, sollte im Einzelfall geprüft werden, welche Ladestationen oder Halterungen kompatibel sind. COSYS berät Sie hierzu gerne individuell, um Ihre bestehende Infrastruktur bestmöglich zu integrieren.
COSYS fungiert als ganzheitlicher Lösungspartner. Wir liefern nicht nur die Hardware, sondern bieten die passende Software für Lager, Logistik und Handel sowie die entsprechende Anbindung an Ihr ERP-System. Durch unsere Managed Services übernehmen wir zudem die Konfiguration, den Support und die Reparaturabwicklung, sodass Sie sich voll auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
Absolut. COSYS unterstützt Sie beim sogenannten Staging – also der Vorkonfiguration der neuen Geräte –, damit diese sofort einsatzbereit sind. Wir helfen auch bei der Datenmigration und sorgen dafür, dass die neue Hardware nahtlos mit Ihrer bestehenden Softwareumgebung kommuniziert.
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