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Zebra MC3300 und Newland N7 im Vergleich

Welches MDE Gerät eignet sich besser für Ihr Lager

Welches MDE Gerät eignet sich besser für Ihr Lager

2022-06-09

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Zebra MC3300 und Newland N7 im Vergleich

Optisch sind der Zebra MC3300 und der Newland N7 Cachalot Pro sehr identisch, doch in der Position und in der Technik könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Der Zebra MC3300 ist Teil der seit Jahrzehnten erhältlichen MC3000 Serie und besitzt regelrecht eine erfolgreiche Vergangenheit. Kein MDE Gerät wurde so oft in den letzten Jahren verkauft wie die Ableger der MC3000 Serie. Der Grund hierfür ist einfach, denn die MC3000 Serie steht für Qualität und innovative Features zu einem moderaten Preis. Wenig historisch dagegen wirkt der Newland N7 Cachalot Pro, der eine neue Serie gründet und noch am Anfang seiner Reise steht. Dennoch möchte der Newland N7 Cachalot Pro mit Marktgrößen wie den Zebra MC3300 mithalten und kommt entsprechend mit überzeugenden Argumenten.

Aussehen

Beim Aussehen nehmen sich der Zebra MC3300 und der Newland N7 Cachalot Pro nicht viel. Beide Geräte kommen ab Werk in der klassischen Brickform, bieten einen hochauflösenden Touchscreen und eine leichtbedienbare Tastatur. Wohingegen der MC3300 sich optisch an die Tradition und Robustheit orientiert, richtet sich der N7 an ein ansprechendes Design. Trotz des modischen Designs vernachlässigt der Newland N7 die Robustheit nicht und kommt ebenfalls mit widerstandsfähigen Konturen. Beim Touchscreen tritt ein weiterer marginaler Unterschied auf. Sowohl der MC3300 als auch der N7 Cachalot Pro kommen mit einem 4 Zoll großen Touchscreen, doch in der Auflösung hat das Newland Gerät die Nase vorn. Mit seiner HD-Auflösung stellt der N7 Apps und Daten hochauflösender dar als der MC3300, doch effektive Auswirkungen auf den Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeiter hat das nicht. Viel mehr beeinflussen die erhältlichen Tastaturlayouts die Arbeit Ihrer Angestellten. Erhältlich für beide Geräte sind zwei numerische Tastaturen mit 29 und 38 Tasten sowie eine alphanumerische Tastatur mit 47 Tasten. Für jeden Einsatzzweck und jedes Bedürfnis bieten der MC3300 und der N7 passende Tastaturen. Zusätzlich zu den regulären Tasten besitzt der Newland N7 zwei Scantasten an den Seiten des Gehäuses, die Mitarbeitern ein bequemes Scanauslösen ermöglichen. Unternehmen, die eine andere Gehäuseform benötigen, haben beim MC3300 zusätzlich die Wahl zwischen einer Pistolengriff-Variante, einer Drehkopf-Variante und einer Variante mit 45° Scanwinkel. Der Newland N7 Cachalot Pro ist nur in der Brickform erhältlich, kann aber über Zubehör einen anschraubbaren Pistolengriff erhalten. Wer ein funktionales Design benötigt, ist mit dem Zebra MC3300 gut beraten, gerade dann, wenn es um Pistolengriffe geht. Wer Wert auf ein modernes und leichtbedienbares Design legt, sollte zum Newland N7 Cachalot Pro greifen.

Robustheit

Das Aussehen ist nur ein Aspekt bei MDE Geräten. Was MDE Geräte von gewöhnlichen Mobilgeräten abhebt, ist die Robustheit und Unternehmenstauglichkeit der Geräte. Die Vorgänger des Zebra MC3300 haben die Sparte der robusten MDE Geräte mit Tastatur und Touchscreen mitgegründet, entsprechend hoch sind die Erwartungen an den Zebra MC3300. Mit seinem gehärteten Gehäuse übersteht das Zebra Gerät mehrfache Stürze auf Betonböden aus bis zu 1,5 Metern Höhe. Dank widerstandsfähigen Corning Gorilla Glas lässt sich der Touchscreen entsprechend schwer bei Stürzen beschädigen. Um selbst den fordernden Umständen im Lager zu trotzen besitzt das Gehäuse des Zebra MC3300 eine IP54 Versiegelung. Der Newland N7 setzt auf die junge Erfahrung von Newland und verwendet nur widerstandsfähige Materialien. Mit seinem äußerst robusten Gehäuse können Sie den Newland N7 aus 1,8 Metern Höhe auf den harten Lagerboden fallen lassen, ohne dass das Gerät mit Schäden davonkommt. Dank Corning Gorilla Glas 3 ist der Touchscreen bestens geschützt und erweist sich als kratz- und rissfest. Damit weder Staub noch Flüssigkeit in das Geräteinnere geraten besitzt das Gehäuse eine IP65 Abdichtung. Beim bloßen Vergleich der Daten wird schnell klar, dass der neue Newland N7 Cachalot Pro die Nase vorne hat bei der Robustheit. Wenn Sie auf ein wirklich robustes Gerät setzen wollen, ist der N7 Cachalot die bessere Wahl.

Technik

Die innere Technik eines MDE Geräts bestimmt die Geschwindigkeit, in der Daten verarbeitet werden. Der Newland N7 Cachalot Pro legt mit einem schnellen Octa-Core-Prozessor mit 1,8 GHz Taktung von Qualcomm, 4 GB Arbeitsspeicher sowie 64 GB Systemspeicher vor. Eine MicroSD Karte kann den Speicher um weitere 128 GB erweitern. Mit seinen äußerst aktuellen Komponenten sorgt der N7 für eine schnelle Datenverarbeitung und lässt Applikationen flüssig laufen. Als Betriebssystem dient beim Newland N7 das bekannte Android 10, das auch bei Smartphones verwendet wird. Ein 5100 mAh Akku mit Hot Swap liefert genügend Energie für 15 Stunden Akkulaufzeit. Der Zebra MC3300 setzt auf einen schwächeren Hexa-Core-Prozessor mit 1,8 GHz Taktung und ebenfalls 4 GB RAM und 64 GB Systemspeicher. Mithilfe einer SD-Karte wird der Speicher um nur 32 GB erweitert. Trotz der schwächeren Systemleistung ist der MC3300 in der Lage, Apps schnell wiederzugeben und Daten zu verarbeiten. Mit Android 10 setzt der Zebra MC3300 ebenfalls auf ein modernes Betriebssystem. In der Akkuleistung hat der MC3300 einen geringen Vorsprung, denn mit einer Kapazität von 5200 mAh hält das Gerät einen ticken länger aus als der N7 Cachalot. Im insgesamten Technikvergleich wirkt der Newland N7 leicht vorne mit seinem schnellen Prozessor, doch im Arbeitsalltag wird kein Geschwindigkeitsunterschied zwischen den beiden Geräten zu merken sein, so dass der Newland N7 und der Zebra MC3300 gleichauf liegen.

Scanner

Barcodescanfähigkeiten zeichnen professionelle MDE Geräte aus, entsprechend gut sollte also ein MDE Gerät für das Lager scannen können. Im Bereich der Barcodeerfassung konnte sich Zebra als unangefochtene Nummer 1 positionieren. Die Scanengines von Zebra zeichnen sich durch hervorragende Scanleistungen in unterschiedlichen und schwierigen Umständen aus und sind zurecht marktführend. Zebra spielt beim MC3300 seine volle Stärke aus und bietet den MC3300 gleich mit vier unterschiedlichen Scanengines an. Zur Auswahl stehen beim Zebra MC3300 die SE965 1D (1D Standardrange), SE4750SR 2D (2D Standardrange), SE4770 2D (2D Standardrange) sowie die SE4850 ERI (2D Extended Range). Von Nah- bis Fernbereichen bietet der Zebra MC3300 eine breite Auswahl an Scanengines an, die perfekt für unterschiedliche Einsatzbereiche geeignet sind. Zudem besitzt der MC3300 eine hochauflösende 13 Megapixel Kamera auf der Geräterückseite, die die bloße Barcodeerfassung um eine Foto- und Videoerfassung erweitert. Im Vergleich zum Zebra MC3300 kommt der Newland N7 Cachalot Pro mit einer kleineren Auswahl an 2D Scanengines. Sie haben beim N7 die Wahl zwischen Standardrange mit Acuscan und Midrange. Beide Scanengines lesen 1D und 2D Codes und besitzen einen Multi-Read-Modus, um mehrere Codes gleichzeitig zu scannen. Wenn es um die Erfassung von Barcodes auf langen Distanzen geht, kann niemand dem MC3300 mit seiner Extended Range Konfiguration das Wasser reichen. Eine 13 Megapixel Kamera auf der Rückseite hilft auch dem N7 bei der Foto- und Videoerfassung. Bei der Erfassung in Nahbereichen sind die beiden unterschiedlichen Geräte fast gleichauf. Einzig der Multi-Read-Modus des N7 Cachalot machen das Gerät besonders und in Bereichen mit hohen Scanaufkommen praktisch. Innerhalb der klassischen Standardrange liegt Zebra vorne.

Preis-Leistung

Das Preis-Leistungs-Verhältnis beider Geräte könnte nicht unterschiedlicher sein. Zebra beweist mit dem MC3300, dass Qualität ihren Preis hat. Deswegen wird der MC3300 auch in einem mittleren Preissegment angeboten, was durchaus gerecht ist. Der Zebra MC3300 ist ein hervorragendes Gerät mit einer hohen Wertigkeit und einer hervorragenden Scanleistung, die beides seinen Preis rechtfertigen. Allerdings beinhaltet der Preis des MC3300 nur das Gerät, sämtliches Zubehör wie Ladekabel oder Netzteil muss separat gekauft werden oder ist im Idealfall durch andere Geräte bereits vorhanden. Im reinen Lieferumfang ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des Zebra MC3300 verbesserungswürdig. In unserem Unboxing Video zum Zebra MC3300 haben wir diesen Punkt ebenfalls erwähnt. Der Newland N7 ist im niedrigen Preissegment angesiedelt und kostet fast die Hälfte der Anschaffungskosten des Zebra MC3300. Rein von der Geräteleistung und Qualität ist der Preis mehr als fair. Der Lieferumfang des Newland N7 ist allerdings ab Werk deutlich größer als beim MC3300. Sie erhalten das Gerät, ein Ladekabel, ein Netzteil und einen Handstrap. Beim Newland N7 Cachalot Pro erhalten Sie mehr für deutlich weniger Geld, haben aber nicht die bekannte Zebra Qualität.

Fazit

Im direkten Vergleich schneiden der MC3300 und Newland N7 eng beieinanderliegend ab. Optisch und technisch weisen beide Geräte unterschiedliche Konzepte auf, die in ihrer Gesamtheit nur einen geringen Vorsprung verschaffen. In der Robustheit hat der N7 die Nase klar vorne, die Datenerfassung geht hingegen an den Zebra MC3300. Den Punkt Preis-Leistung entscheidet der Newland N7 Cachalot Pro eindeutig für sich. Der große und benutzerfreundliche Lieferumfang für den kleinen Anschaffungspreis ist mehr als gerecht und setzt insgesamt ein klares Zeichen, dass Qualität nicht immer teuer sein muss.

Wer derzeit ein MDE Geräte mit Touch, Tastatur und Extended Range benötigt, kommt um den Zebra MC3300 vorerst nicht herum, muss allerdings mit einem hohen Kaufpreis rechnen. Eine Extended Range für den Newland N7 Cachalot Pro soll allerdings in naher Zukunft ebenfalls verfügbar sein, so dass auch der N7 eine passende Alternative für Longrange ist.

Wer allerdings ein robustes MDE Gerät mit solider Leistung, einem preiswerten Anschaffungspreis und einem großen Lieferumfang sucht, muss einen Blick auf den Preis-Leistungssieger Newland N7 werfen. Mit dem Newland N7 Cachalot Pro erhalten Sie alles, was Sie für die mobile Datenerfassung benötigen für einen attraktiven Preis.

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